Sturm fegte über das Burgenland

Die Kaltfront eines Sturmtiefs hat am späten Donnerstagnachmittag auch Kurs auf das Burgenland genommen. Die Landessicherheitszentrale (LSZ) meldete rund 20 Einsätze. Zwei Stunden später war alles wieder vorbei.

In den beiden nordburgenländischen Bezirken Neusiedl am See und Eisenstadt-Umgebung wurden Windspitzen von mehr als 100 km/h gemessen, etwa in Podersdorf. Die größten Schäden richtete der Sturm in Schützen am Gebirge und bei Purbach an.

Lkw von der B50 gefegt

Zwischen Purbach und Breitenbrunn wurde gegen 18.00 Uhr ein Klein-Lkw von einer Windböe erfasst und von der B50 gefegt. Er kam von der Fahrbahn ab, stürzte in den Straßengraben und kam in einem Weingarten zum Stillstand, berichtete die Stadtfeuerwehr Purbach. Fahrer und Beifahrer wurden unbestimmten Grades verletzt. Der Fahrer wurde im Auto eingeklemmt und musste von den Feuerwehrleuten aus dem Fahrzeug geholt werden. Ein Ersthelfer des Roten Kreuzes versorgte die beiden Verletzten, die mit dem Rettungsauto ins Spital gebracht wurden.

Sturm wütet in Breitenbrunn

Peter Keinrath schickte dieses Video an die Onlineredaktion des ORF Burgenland. Es zeigt eindrucksvoll, mit welcher Kraft der Sturm am Abend tobte.

Nur wenige Kilometer weiter, in Schützen am Gebirge, wurde am Abend ein Einfamilienhaus abgedeckt, das Holzdach hing an der Fassade des Hauses, drei Feuerwehren waren im Einsatz, der Sachschaden ist beträchtlich.

Bootseinsätze und umgestürzte Bäume

Die Feuerwehren von Rust und Weiden am See rückten mit den Booten aus, Segelboote mussten aus Seenot befreit werden, was auch gelang. Verletzt wurde niemand, so die LSZ Burgenland. In Neusiedl am See, Eisenstadt aber auch in Illmitz, Jois, Rust, Kittsee und Trausdorf mussten umgestürzte Bäume von den Straßen geräumt werden.