„Rigoletto“: Gelungene Premiere trotz Regen

Unter Donner und Blitz hat der Premierenabend am Mittwoch im Steinbruch begonnen. Das Ensemble begann mit der Aufführung von Verdis „Rigoletto“ und sang sich hinreißend durch den heftigen Regen, berichtet ORF-Burgenland-Kulturredakteurin Michaela Frühstück in ihrer Kritik.

Die starken Regenfälle beherrschten die erste Hälfte des Abends im Steinbruch bei St. Margarethen (Bezirk Eisenstadt-Umgebung). Verdis Klassiker begann am Mittwochabend wetterbedingt mit einer halben Stunde Verspätung. Während das Publikum Schutz unter Regenpelerinen suchte, dominierte Elena Sancho Pereg die Bühne mit stimmgewaltiger Eleganz.

Zwischen Rachsucht und Schmerz

Regissseur Philippe Arlaud hat bei der Auswahl der Solisten musikalisches Gespür bewiesen. Vladislav Sulimsky gab einen hingebungsvollen Rigoletto, der mühelos zwischen Rachsucht und Schmerz changierte. Als lustgesteuerter Herzog von Mantua konnte Yosep Kang überzeugen.

Die grandiose Leistung des Ensembles fügte sich in das beeindruckende Bühnenbild von Philippe Arlaud. Seine Kulissen transportieren elegant Symbolik von Lust und Rache. Gigantische Videoprojektionen komplettieren die Szenerie.

Wetterfeste Promis

Die Promis mussten bei der Premiere im Steinbruch aufgrund der Wetterverhältnisse Durchhaltevermögen beweisen.

Spannung bis zum Schlussakkord

„Es ist eine Rigoletto-Inszenierung, die die Spannung bis zum Schlussakkord hält. Goutiert vom Publikum durch viel Szenenapplaus und Bravo-Rufe. Schade nur, dass einige Gäste im Publikum den wohlverdienten Schlussapplaus stören, weil sie die Oper im Steinbruch vorzeitig verlassen, um zu ihren Autos zu kommen“, so ORF-Burgenland-Kulturredakteurin Michaela Frühstück.