Viele Fehlwürfe beim Sperrmüll

Beim Sperrmüll kommt es sehr oft zu Fehlwürfen, die im Umweltdienst nachträglich aussortiert werden müssen. Daher will der Burgenländische Müllverband einheitliche Standards für die Gemeinde-Abfallstellen erarbeiten und das Personal schulen.

In den Gemeinde-Abfallstellen landet der Sperrmüll, der in den Gemeinden gesammelt wird. Neben den sperrigen Dingen finden sich aber zu zwei Dritteln andere Abfälle, die anderweitig entsorgt werden könnten, etwa im Plastikmüll oder im Metall. Das Aussortieren dieser Gegenstände kostet Zeit und Geld. Der Burgenländische Müllverband - kurz BMV - will deshalb das Personal bei den Abfallsammelstellen der Gemeinden speziell schulen - es soll einheitliche Standards für alle Abfallsammelstellen geben.

„Wenn dort Stoffe landen, die anderweitig günstiger abgeführt werden könnten, dann ist das nicht zielführend. Wir versuchen durch Zusammenarbeit mit den Gemeinden die Bevölkerung besser zu Informieren, was nicht dabei sein sollte und was zum Sperrmüll gehört“, so der Obmann des BMV Markus Szelinger.

Mülltrennung

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Beim Sperrmüll landen viele andere Abfälle

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Es soll noch besser Müll getrennt werden

Re-Use-Projekt

Langfristig sollen die Abfallsammelstellen der Gemeinden vom BMV betrieben werden, die Finanzierung soll über den Mülltarif erfolgen. Alte funktionsfähige Dinge zu sammeln und Menschen zur Verfügung zu stellen, dieser Gedanke steht hinter dem Re-Use-Projekt des BMV.

„Wir haben uns die Aufgabe in der Zukunft gesteckt, dass alle Burgenländer einen Zugriff machen. Denn es ist immer noch besser, wenn diese Produkte wieder in den Umlauf kommen, als entsorgt. Der Hintergedanke ist auch gewesen, dass wir hier bedürftige Personen in den Arbeitsprozess hinein bekommen, die diese alten Dinge herrichten und wieder in den Kreislauf bringen“, sagte BMV-Obmannstellvertreter Josef Korpitsch.

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Die Re-Use-Box fördert das weiterverwerten von zum Beispiel alten Elektrogeräten

Nächstes Projekt „Green-Events“

Das nächste Projekt des BMV sind sogenannte Green-Events. Großveranstaltungen wie etwa Vereinsfeste oder auch Musikfestivals sollen abfallwirtschaftlich sinnvoll ausgerichtet werden.

"Wir denken über Mehrweggebinde nach. Es soll hier noch im Mai einen runden Tisch mit allen Großveranstaltern im Burgenland geben, wo man versucht diese „Green-Events-Philosphie" bei den Veranstaltungen durchzuführen“, so BMV-Geschäftsführer Johann Janisch. Außerdem bietet der BMV die Schulung zum „Abfallberater-light“ an - sie richtet sich an jedermann und wird kostenlos sein.

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