Hundstorfer auf Wahlkampf-Tour

Seit Freitag ist es auch offiziell fix - Rudolf Hundstorfer tritt bei der Bundespräsidentschaftswahl für die SPÖ an - er hat fast 30.800 Unterstützungserklärungen eingebracht - 6.000 waren dafür notwendig. Der 64-Jährige war zu Besuch im Burgenland.

Rudolf Hundstorfer ist kein Unbekannter. Der 64-jährige war ÖGB Chef und seit 2008 Sozialminister. Bereits am Freitag besuchte der SPÖ-Präsidentschaftskandidat das Gesundheitszentrum in Bad Sauerbrunn. Es ist nicht sein erster Wahlkampf-Termin an diesem Tag, bis zu zwölf sind es derzeit pro Tag. Bis zur Wahl am 24. April haben er und sein Wahlkampf-Team genau zwei freie Tage.

Rudolf Hundstorfer

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Rudolf Hundstorfer bei seinem Besuch im Gesundheitszentrum Bad Sauerbrunn

Viele Gespräche

Stress ließ der 64-jährige Polit-Routinier aber gar nicht erst aufkommen. Stets ein Lächeln im Gesicht wurden, wie es sich im Wahlkampf eben gehört, Hände geschüttelt und Gespräche geführt. „Es geht mir sehr gut. Nach dem heutigen Tag überhaupt, wo ich ja mehr oder weniger 30.800 Unterstützungsunterschriften abgegeben habe“, so Hundstorfer.

Rudolf Hundstorfer

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In Mattersburg wurde Hundstorfer von der Bezirks-SPÖ empfangen

Empfang beim Einkaufszentrum

Danach ging es in ein Mattersburger Einkaufszentrum, wo Hundstorfer von der Bezirks-SPÖ und roten Gewerkschaftern empfangen wurde. Von den aktuellsten Umfragen, in denen Alexander Van der Bellen nach wie vor an der Spitze liegt, ließ sich Hundstorfer gut fünf Wochen vor der Wahl nicht beunruhigen. „Es ist immer besser von der zweiten Reihe nach vorne zu kommen, als von der ersten Reihe rückwärts zu gehen“, sagte Hundstorfer.

Rudolf Hundstorfer zu Gast in „Burgenland heute“

Im Studiogespräch mit Moderatorin Elisabeth Pauer nahm SPÖ-Präsidentschaftskandidat Hundstorfer zu seinem Wahlkampf Stellung.

„Möchte klare Ansage gegen Populisten sein“

Das Amt des Bundespräsidenten einzusparen wäre demokratiepolitisch ein Fehler, denn von allen Spitzenämtern - Parlament, Regierung, Bundespräsident - sei eben das Amt des Bundespräsidenten jenes, das direkt von der Bevölkerung gewählt wird, so Hundstorfer am Samstagabend im „Burgenland heute“-Studiogespräch.

„Ich bin der einzige Kandidat, der die Arbeitswelt und die Wirtschaftswelt von innen und außen kennt und ich möchte eine ganz klare Ansage gegen Populisten sein“, sagte Hundstorfer. Wähler haben eine Garantie dafür, dass das, was er sich in der Vergangenheit bemüht habe für das Burgenland zu tun - zum Beispiel was die Frage des Arbeitsmarktes betrifft - ihm auch als Bundespräsident weiterhin wichtig sei, betonte Hundstorfer.

„Man tritt an, um zu gewinnen“

Er habe unterschiedliche Beziehungen zum Burgenland und genieße vor allem im Sommer das Kulturangebot, so Hundstorfer. Er habe keinen Plan B, falls es nichts mit dem Amt des Bundespräsidenten wird, so Hundstorfer. Er sei der Einzige, der eine Position aufgegeben habe, denn er wolle dieses Amt erreichen - demzufolge gehe er davon aus, dass er in die Stichwahl kommt, so Hundstorfer. „Wie gesagt, man tritt an, um zu gewinnen“, sagte Hundstorfer abschließend.

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