1.900 Beratungen bei Patientenanwalt
Das Beschwerdemanagement könne als Kernbereich der Patienten- und Behindertenanwaltschaft angesehen werden, sagte Gesundheitslandesrat Peter Rezar (SPÖ) bei der Präsentation der Zahlen in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Eisenstadt.
Pro Jahr gäbe es rund 160 neue Fälle, drei Viertel davon würden sich auf medizinische Behandlungen beziehen, bestätigte Patienten- und Behindertenanwalt Josef Weiss.
„Wir haben im Berichtszeitraum insgesamt 355 neue Beschwerden hereinbekommen. Unter Beschwerden verstehen wir, dass auch ein Akt angelegt werden musste. Das heißt, Telefongespräche, telefonische Beratungen sind in diesen Statistiken nicht erfasst“, sagte Weiss.
Schadenersatz für 37 Patienten
Von allen eingelangten Fällen, die mittels medizinischer Gutachten gelöst werden, konnten im Endeffekt 37 Patienten einen Schadenersatz geltend machen.
„Wir haben insgesamt 510.200 Euro für die Patientinnen und Patienten erreicht. Das ist ein durchschnittlicher Betrag von immerhin knapp 14.000 Euro pro Fall“, so Weiss.
Sprechtage im Süden werden angenommen
Das Service der Patienten- und Behindertenanwaltschaft werde immer besser angenommen, sagte Landesrat Peter Rezar. „Positiv ausgewirkt haben sich natürlich auch die Sprechtage, insbesondere in der Bezirkshauptmannschaft in Oberwart für die BürgerInnen im Süden unseres Heimatlandes. Das hat sich bewährt und wird auch verstärkt in Anspruch genommen“, so Rezar.
80 Anfragen bei Behindertenanwaltschaft
Im Bereich der Behindertenanwaltschaft hat es 2010/11 insgesamt 80 Anfragen gegeben. Da sich viele Beschwerden um Mobilität drehen, ist seitens der Behörde angedacht, in einer Bezirkshauptmannschaft ein Kompetenzzentrum für Behinderte einzurichten, die zum Beispiel einen Führerschein machen wollen.
Der Tätigkeitsbericht der burgenländischen Patienten- und Behindertenanwaltschaft ist mit all seinen Details auch auf der Internetseite der Behörde nachzulesen.
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Publiziert am 01.11.2012

