EU-Geld für Wirtschaftsmotor Tourismus

Die Tourismus- und Freizeitbranche mit rund 10.000 Jobs ist und bleibt ein wichtiger Wirtschaftsmotor im Burgenland. Diese Dynamik müsse auch in der nächsten EU-Förderperiode abgesichert werden, fordern Vertreter aus Politik und Wirtschaft.

Die burgenländischen Tourismus- und Freizeitbetriebe sind investitionsfreudig. Rund 900 Millionen Euro haben sie seit 1995 mit Hilfe der EU, des Bundes und des Landes investiert. Derzeit sind in der gesamten Tourismusbranche rund 10.000 Personen beschäftigt

„Und wir wissen aus Erfahrung und aus der Wirtschaftsforschung, dass ein Beschäftigter im Tourismus sechs Beschäftigten in anderen Bereichen eine Beschäftigung gibt“, sagt der zuständige Spartenobmann in der Wirtschaftskammer, Josef Sagmeister.

Gute Bettenauslastung

Gut unterwegs sei das Burgenland auch was die Bettenauslastung in den Beherbergungsbetrieben betrifft. In den vergangenen zehn Jahren konnte sie von 30 auf über 35 Prozent gesteigert werden, sagt Johann Schenner, Bundesspartenobmann des Tourismus in der Wirtschaftskammer.

„Das heißt, das Burgenland hat 129 Vollbelegstage. Da ist vor dem Burgenland nur noch Wien, Tirol, Vorarlberg und Salzburg. Der Rest von Österreich ist in der Bettenauslastung hinter dem Burgenland.“

EU-Geld für Klein- und Mittelbetriebe

Damit der Tourismus weiterhin eine Wirtschaftslokomotive im Burgenland bleibt, müssten auch in der künftigen EU-Förderperiode Geldmittel für die Klein- und Mittelbetriebe bereit gestellt werden, sagt Landesrätin Michaela Resetar (ÖVP).

„Wir stehen vor großen Herausforderungen und zwar schon deshalb, weil es für mich ganz besonders wichtig ist - und wir hatten auch eine Regierungsklausur - dass es nicht den totalen Abfall gibt, also praktisch keine Förderungen mehr. Es muss eine Übergangsregelung geben für diese Periode 2014-2020“, so Resetar.

Schwerpunktmäßig sollen in Zukunft vor allem Projekte im Bereich des Öko- und Naturtourismus sowie Energiesparmaßnahmen gefördert werden.