Wenig Kooperation, wenig Wachstum
Das das Ergebnis der Studie: Es scheint fast die Regel zu sein, dass Beschäftigte aus Ungarn im Burgenland oft jene Jobs annehmen, die zwar einen höheren Lohn als zu Hause bringen, aber auch eine geringere Qualifikationsebene bieten. Dadurch verliere aber sowohl das Burgenland als auch Westungarn wertvolle Qualifikationen und Kompetenzen, sagt Ingrid Puschautz-Meidl, die Vorsitzende von Eures-T-Pannonia.
Chance, nicht Bedrohung
Die Grenzregionen beider Staaten konkurrieren um die Fachkräfte. Wenn hier die Potentiale nicht ausgeschöpft werden, wandern die Fachkräfte ab und es besteht die Gefahr, dass die Wirtschaft diesseits und jenseits der Grenze verliert.
Daher fordert Puschautz-Meidl vor allem die Politik und die Sozialpartner auf, grenzüberschreitende Kooperationen im Ausbildungsbereich als Chance zu sehen und nicht als Bedrohung.
Betriebsbesuche und Zweisprachigkeit
Die Erstmaßnahmen, die die Eures-T-Pannonia entwickelt hat, beinhalten unter anderem die Erhöhung der Zahl der Bildungseinrichtungen mit grenzüberschreitenden Praktikanten von 20 auf 70 Prozent. Weiters sollen alle berufsbildenden Schulen einmal im Jahr einen Betrieb im jeweils anderen Land besuchen.
Außerdem will man Leitbetriebe animieren, an Unterstützungsprogrammen für die Zweisprachigkeit teilzunehmen. Und nicht zuletzt müsse laut Eures-T-Pannonia die Zweisprachigkeit bereits im Kindesalter stärker gefördert werden.
Publiziert am 30.10.2012

