Feuerwehrtaucher suchen Nachwuchs
Einmal im Jahr bilden sich die burgenländischen Feuerwehrtaucher bei einem Trainingslager weiter. Seit bereits 20 Jahren machen sie das auf dem Ausbildungsgelände des oberösterreichischen Landesfeuerwehrkommandos in Weyregg am Attersee. Dabei schloss Joe Lang von der Feuerwehr Stinatz im Bezirk Güssing seine Ausbildung erfolgreich ab und zählt nun zu den wenigen Feuerwehrtauchern.
Nachwuchs zu finden werde von Jahr zu Jahr schwieriger, sagt Andreas Szemeliker, Pressereferent des Feuerwehr-Tauchdienst Burgenland. Die Zusatzausbildung zum Einsatztaucher sei eine der schwierigsten, die Ausfallsquote während der Ausbildung liege bei 60 Prozent, so Szemeliker.
Starke Nerven gefragt
Neben den technischen Einsätzen zählen auch Bergungen von Menschen, meistens von Wasserleichen, zu den Aufgabengebieten der Florianitaucher. „Wenn wir gerufen werden, wird schon längere Zeit nach den Personen gesucht.“ In den trüben Gewässern des Burgenlands, etwa dem Neusiedler See, wird dann in einer Menschenkette getaucht. „Man sieht ja unter Wasser nichts, muss die Person somit ertasten. Dafür braucht man gute Nerven“, erzählt der Feuerwehrtaucher.
Einsätze können mehrere Tage dauern
Den Tauchdienst der burgenländischen Feuerwehr gibt es seit Ende der 1960er-Jahre. „Durchschnittlich rücken wir zu drei bis vier Einsätzen im Jahr aus. Diese Einsätze können dann aber auch zwei bis drei Tage dauern“, erklärt Szemeliker. Aktuell habe man in allen Bezirken, außer in Jennersdorf, Feuerwehrtaucher stationiert.
Beim heurigen Tauchlager wurden 124 Tauchgänge unfallfrei durchgeführt. Dabei wurde laut Tauchdienst mehr als 58 Stunden unter Wasser geübt bzw. ausgebildet, 146.020 Liter Pressluft wurden veratmet.
Publiziert am 28.10.2012

