Sportverbände fordern tägliche Turnstunde

Die Sport-Dachverbände im Burgenland, ASKÖ, ASVÖ und UNION, unterstützen gemeinsam die Unterschriftenaktion für die tägliche Turnstunde. Sie haben auch Vorschläge, wie diese Forderung umgesetzt werden könnte.

Alarmierende Zahlen über den Gesundheitszustand der österreichischen Jugend gepaart mit den österreichischen Misserfolgen bei den olympischen Sommerspielen in London haben jetzt die Sportorganisationen auf den Plan gerufen. Man will die tägliche Bewegungseinheit an Kindergärten und Schulen wahr machen. Die Unterschriftenaktion sei der erste Schritt dazu, sagt UNION-Präsidentin Karin Ofner. Momentan sei das System ein Verhinderungssystem, so ihre Kritik.

Unterstützung auch von Politikern

Rund 70.000 Menschen haben schon für die tägliche Turnstunde unterschrieben, darunter auch der steirische und burgenländische Landeshauptmann und alle 183 Nationalratsabgeordneten. Für die politische Umsetzung braucht es aber einen Plan, Geld und fixe Entscheidungen.

ASKÖ-Präsident und SPÖ-Klubobmann Christian Illedits glaubt daran: „Wenn alle 183 Nationalratsabgeordneten unterschreiben, dann ist das für mich ein einstimmiger Beschluss des Nationalrates.“

Verbände bieten Kooperation an

Die Dachverbände bieten sogar an, die tägliche Bewegungseinheit in Zusammenarbeit mit den Schulbehörden umzusetzen - mit jenen Trainern, von den Dach- und Fachverbänden ausgebildet wurden. Das dafür benötigte Geld sei vorhanden, etwa im Gesundheitsbudget, meint ASVÖ-Präsident Robert Zsifkovits. Schon jetzt gibt es zahlreiche Bewegungsnitiativen, etwa die Aktion „Urfit“ im Burgenland oder die Aktion „Kinder gesund bewegen“ des Sportministeriums.