Frostgefahren vorbeugen
Jährlich sind zahlreiche Frostschäden zu beheben. Ein Großteil dieser Schäden könnte mit geringem Aufwand vermieden werden, wenn geeignete Maßnahmen gesetzt würden. Der Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland gibt diesbezüglich Tipps.
Die größte Frostgefahr besteht üblicherweise bei Rohbauten, unbewohnten Häusern, offenen Kellerfenstern, sowie bei Wasserzählern, die in Schächten montiert sind.
Nützliche Tipps
- In leer stehenden Häusern ist die Entleerung aller Leitungen und von Boilern, sofern sie sich nicht in frostfreier Tiefe des Erdreichs befinden, zu empfehlen. Diese Arbeiten können auch selbst durchgeführt werden. Die Leitungen sollten abgesperrt werden, der Entleerungshahn (an der tiefsten Stelle des Systems) geöffnet und das Leitungssystem durch Öffnen der Entnahmestellen belüftet werden. Nach dem Abfluss des Leitungswassers ist nach Möglichkeit ein Ausblasen mit Luft durchzuführen.
- Auch im Ablaufsystem sollen Ablaufsiphone und WC-Spülkästen entleert oder mit Frostschutzmittel gesichert werden. Für Mischer- und Thermostatarmaturen wäre ein Fachmann heranzuziehen.
- Die Sicherung von Wasserzählern in Schächten und freiliegenden Leitungen in nur zeitweise frostgefährdeten Räumen kann durch Verhüllen mit geeignetem Wärmedämmmaterial wie Styropor oder Glaswolle erfolgen.
- Leitungen können mit einer Elektro-Begleitheizung ausgestattet werden. Mit einem Elektro-Frostwächter können ganze Räume (Bad, WC, usw.) frostfrei gehalten werden. Heizungsanlagen können mit Frostschutz gefüllt werden.
Publiziert am 26.10.2012

