Österreich feiert den Nationalfeiertag

Der Nationalfeiertag wird seit dem Jahr 1965 jährlich am 26. Oktober begangen - dem Tag, an dem 1955 das Gesetz zur Österreichischen Neutralität beschlossen wurde. Traditionell gab es auch wieder viele Veranstaltungen.

Dieser Gedenktag löste den früheren Tag der Fahne als Nationalfeiertag ab. Im Jahr 1967 wurde er den übrigen gesetzlichen Feiertagen in Österreich gleichgestellt und ist seither arbeitsfrei.

Tag der offenen Tür in Museen

Zum 9. Mal fand heuer am Nationalfeiertag in vielen burgenländischen Museen wieder ein „Tag der offenen Tür“ statt. Heuer waren es 38 Museen und Sammlungen, die sich an dieser Initiative beteiligten. Einige Museen boten auch ein Spezialprogramm an. So etwa das jüdische Museum mit dem „Jewish Sight Run“, der an jüdischen Erinnerungszeichen durch die Landeshauptstadt führt.

Kastanienfest in Klostermarienberg

In Klostermarienberg (Bezirk Oberpullendorf) fand zum 19. Mal das Kastanienfest statt. Das Fest geht traditionell am Klostergelände über die Bühne. Der gesamte Ort arbeitete für diese Veranstaltung. Es wurden rund 350 Kilogramm Kastanienpüree produziert und verarbeitet. Vor dem Fest wurden zirka 500 Kilogramm Kastanienmehlspeisen gebacken: Kipferl, Kuchen, Strudel, Torten und noch vieles mehr. Außerdem wurden insgesamt 400 Kilogramm Kastanien gebraten, aus 600 Kilogramm Äpfel wurde frischer Most gepresst. Der Reinerlös der Veranstaltung dient der Erhaltung der Klosteranlage.

Niessl: „Sicherheit oberstes Ziel“

Der Aufstieg des Landes sei Verdienst der Burgenländer, sagt Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) am heutigen Nationalfeiertag. Damit dieser Aufstieg fortgesetzt werden könne, sei Sicherheit oberstes Ziel. Dazu gehöre, dass Sicherheit in jedem Bereich – Gesundheitssystem, polizeiliche Sicherheit, soziale Sicherheit und auch die Sicherheit für den Arbeitsplatz - gewährleistet sei, so Niessl.

Steindl: „Tag des Bundesheeres“

Seit jeher sei der Nationalfeiertag auch der „Tag des Bundesheeres“, an dem junge Rekruten angelobt werden. „Es wäre bedauerlich, wenn diese Tradition durch die Abschaffung der Wehrpflicht heuer zu Ende gehen würde“, sagt Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (ÖVP).

Nach den bitteren Erfahrungen mit dem Einsatz des damaligen Berufsheeres in der ersten Republik habe man sich 1955 zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht entschlossen. Gerade das Burgenland habe davon mehrfach profitiert, so Steindl.