Schwieriges Jahr für Zuckerrübenbauern
Im Burgenland bauen 530 Landwirte auf einer Fläche von 4.200 Hektar Zuckerrüben an. Die größte Rübenanbaufläche befindet sich im Bezirk Neusiedl am See. Hier wird mit drei sechsreihigen Maschinen geerntet. Seit einigen Jahren produzieren einige Bio-Landwirte ebenfalls Zuckerrüben. Bei der Produktion ist viel Handarbeit gefragt.
Schwierige Ernte
Die Zuckerrübenernte ist derzeit voll im Gange. Die riesigen Erntemaschinen bekommen die Rüben jedoch nur schwer aus dem harten Boden. In den vergangenen Wochen und Monaten hat es nämlich wenig bis gar nicht geregnet, das erschwert die Arbeit immens.
Das Erntejahr 2012 sei ein sehr schwieriges gewesen, sagt der Obmann der Rübenbauern Hans Wurzinger aus Tadten (Bez. Neusiedl am See): „Durch die Winter- und Frühjahrestrockenheit mussten wir sehr früh mit der Beregnung beginnen. Nebenbei hatten wir auch noch mit sehr vielen Pilzkrankheiten zu kämpfen. Die haben wir dieses Jahr sehr schlecht in den Griff bekommen und daher müssen wir leider mit Abstrichen von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr rechnen.“

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Die geernteten Rüben werden bis zu ihrem Abtransport in die Zuckerfabrik in Leopoldsdorf (Bez. Wien-Umgebung) auf einem zentralen Platz zwischengelagert. Dann werden sie auf Waggons oder Lkw verladen und in die Zuckerfabrik gebracht.
Komplizierter Bio-Zuckerrübenanbau
Derzeit werden auch schon die begehrten Bio-Zuckerrüben ausgenommen. Sie wachsen auf 60 Hektar im Burgenland. Da bei den Biorüben überhaupt keine Chemie verwendet werden darf, um das Unkraut kurz zu halten, ist viel Handarbeit notwendig.
„Bei der Aussaat mussten wir schon bewässern, damit wir die Kultur überhaupt aus dem Boden raus bringen konnten. Wir haben dann eigentlich das ganze Jahr über das Problem gehabt, ohne Niederschlag wirtschaften zu müssen. Das war dann für die Bio-Betriebe sehr kostenintensiv, weil die Unkräuter aufgelaufen sind. Da musste man dann teilweise 150 Stunden und mehr aufwenden um diese Kulturen sauber halten zu können“, erzählt Biobauer Erich Leyrer aus Pamhagen (Bez. Neusiedl am See).

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Weltweiter Zuckerbedarf steigt
Die Zuckerrübenernte wird noch bis Mitte Jänner nächsten Jahres dauern. Für eine Tonne bekommen die Landwirte heuer 28 Euro. Da der Zuckerverbrauch weltweit kontinuierlich ansteigt, werden die Landwirte mit ziemlicher Sicherheit noch eine Aufzahlung bekommen.
Publiziert am 24.10.2012

