Johann Luif: Rückkehr aus dem Kosovo

Johann Luif, der Militärkommandant des Burgenlandes, ist wieder zurück aus dem Kosovo. Zwölf Monate lang war er der stellvertretende Kommandant der KFOR-Truppe. Luif war der erste Österreicher in einer derart hohen militärischen Funktion.

Der Arbeitsplatz von Militärkommandant Johann Luif ist wieder die Martinkaserne in Eisenstadt. Die Arbeit hier unterscheidet sich deutlich von jener im Kosovo, wo Luif als stellvertretender Kommandant die KFOR-Truppe befehligt hat.

Gefährlicher Einsatz

Mehr als 6.000 Soldaten aus 30 Nationen waren unter Luif im Kosovo im Einsatz, darunter auch 600 Österreicher. Der Einsatz war nicht ungefährlich, immer wieder kam es zu Zwischenfällen. Rund 100 Soldaten wurden verletzt, Todesfälle gab es aber keine.

Bereut habe er den Einsatz auf keinen Fall, sagt Luif, aber er habe sich auch schon sehr gefreut wieder zurückzukommen: „Ich glaube jeder, der eine längere Zeit in diesem Land arbeitet und lebt, ist froh, dass er in einem Land wir Österreich geboren wurde und hier leben darf“.

Neu Karriere angepeilt

Luif ist jetzt wieder burgenländischer Militärkommandant, er ist aber auch immer wieder als österreichischer Streitkräftekommandant genannt worden. Er habe sich auch dafür beworben, sagte Luif im „Burgenland heute“-Gespräch.

Zur Volksabstimmung über die Wehrpflicht sagte Luif, es sei wichtig, dass der Bevölkerung Zahlen und Fakten präsentiert werden, denn „das Schlechteste wäre, wenn die Bevölkerung gezwungen ist, eine Bauchentscheidung zu treffen.“