Zu wenig Nachwuchs für Arbeitsmarkt

Am Tag der Lehre soll der Stellenwert und die vielen Chancen der Berufsausbildung deutlich gemacht werden. Lehrlinge sind Fachkräfte von morgen. Studien zeigen jedoch, dass die Zahl der Lehrlinge sinken wird.

Gut ausgebildete Fachkräfte seien für die Wirtschaft im Burgenland unerlässlich, das sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl (ÖVP). Unzählige Studien belegen jedoch, dass die Zahl der Lehrlinge sinken wird. Bis 2016 werden im Burgenland 15.000 Facharbeiter fehlen. Tendenz weiter steigend.

Gründe für Facharbeitermangel

Zum einen geht die Babyboom-Generation der 1960er Jahre in den nächsten 15 Jahren in Pension, zum anderen kommen durch den Geburtenrückgang zu wenige junge Menschen für den Arbeitsmarkt nach. Laut Steindl liegt es an der fehlenden Information, dass Jugendliche keine Lehre beginnen.

„Viele junge Menschen wissen nicht, was sie machen sollen. Viele sind ein bisschen überfordert und daher ist es wichtig, dass wir uns auf die Berufsinformation und Berufsorientierung konzentrieren“, sagt Franz Steindl.

Möglichkeiten sollen aufgezeigt werden

Knapp 160 Lehrstellensuchenden im Burgenland stehen 114 offene Stellen gegenüber. Ein möglicher Grund sei, dass sich Lehrlinge immer wieder nur auf gewisse Berufssparten konzentrieren würden, meint Steindl.

Die Lehre habe ein generelles Image-Problem, so Steindl weiter: „Wenn man sich mit Eltern unterhält, hat man immer wieder das Problem, dass die sagen: ‚Meinen Kindern sollte es besser gehen, die sollen was lernen.‘ Lernen ist schon gut, aber es gibt auch Lernmöglichkeiten in der dualen Ausbildung. Es kann nicht jeder ein Universitätsprofessor werden.“

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