Lehre im Mittelpunkt
Wesentlich für die Zukunft einer Region sei, wie und ob man jungen Menschen Chancen auf dem Arbeitsmarkt bieten kann, meint Soziallandesrat Rezar. Ihm geht es darum, dass die Jugendlichen noch besser qualifiziert werden. Vor allem will Rezar Jugendliche dazu animieren, sich für sogenannte Green Jobs wie etwa Ökoinstallateure oder Windkraftanlagentechniker zu interessieren. „Unser Ziel lautet mehr Spezialisten ‚Made in Burgenland‘ zu haben“, so Rezar.
Anreize für Facharbeiterausbildung
Dem Facharbeitermangel gelte es entgegenzuwirken, so SPÖ-Klubobmann Christian Illedits. Das Land bildet derzeit viele Lehrlinge in Lehrwerkstätten aus. Illedits will nun Anreize schaffen, damit auch die Betriebe wieder verstärkt auf die Lehrlingsausbildung setzen.
Das Burgenland hat vom Sozialministerium eine Million Euro erhalten. Ein Teil dieses Geldes soll, so Rezar, über das Arbeitsmarktservice für Jugendliche mit Vermittlungshemmnissen zur Verfügung gestellt werden.
Kritik von der Gewerkschaft
Die Wirtschaft biete burgenlandweit um fast 50 Prozent weniger Lehrstellen als noch im Jahr 1995 an, kritisiert die Österreichische Gewerkschaftsjugend. Für eine faire Lehrlingsausbildung fordert Landessekretär Oliver Krumpeck eine Fachkräftemilliarde, zu deren Finanzierung auch die Unternehmen beitragen müssten.
Das österreichische System der Lehrlingsausbildung sei eine internationale Erfolgsgeschichte, sagt ÖAAB-Landesobmann Oswald Klikovits zum Tag der Lehre. Aktuelle Arbeitsmarktkennzahlen belegen, dass die Lehre eine zukunftssichere und krisenfeste Ausbildung sei.
Publiziert am 16.10.2012

