Stichwahl: Wahlkampf geht weiter
In 13 Gemeinden wird am 4. November noch einmal der Bürgermeister gewählt: in Andau, Deutsch Jahrndorf, Großhöflein, Illmitz, Kittsee, Kobersdorf, Lutzmannsburg, Mannersdorf an der Rabnitz, Oberdorf, Oberwart, Ritzing, Schützen und Wulkaprodersdorf. Im ersten Durchgang lag in acht Gemeinden der ÖVP-Kandidat, in vier der SPÖ und in einer ein Liste Burgenland-Kandidat vorne.
Frauen in der Stichwahl
Unter den insgesamt 26 Kandidaten für die „engere Wahl“ sind drei Frauen - Gabriele Nabinger für die SPÖ in Kittsee, Helene Wegleitner für die ÖVP in Illmitz und Martina Pauer für die ÖVP in Kobersdorf. Die ÖVP könnte also wieder eine Bürgermeisterin bekommen.
In Illmitz heißt das Match zudem Wegleitner gegen Wegleitner. Helene Wegleitner von der ÖVP fordert den SPÖ-Kandidaten Alois Wegleitner heraus, der genauso wie sie erstmals bei der Bürgermeisterwahl antritt. Die beiden sind nicht direkt verwandt.
Von knapp bis deutlich
Besonders knapp war das Rennen am Sonntag in Deutsch Jahrndorf, Mannersdorf an der Rabnitz, Oberwart und Lutzmannsburg. Da lagen die Kandidaten jeweils nur um wenige Zehntel bis knapp über einen Prozentpunkt auseinander.
Wie in Oberwart Georg Rosner konnte auch ÖVP-Kandidat Andreas Peck in Andau im ersten Anlauf den SPÖ-Kandidaten auf Platz zwei verweisen. Der Nachfolger von SPÖ-Langzeitbürgermeister Matthias Gelbmann, Michael Thyringer, hatte das Nachsehen. Im Gemeinderat behält die SPÖ jedenfalls mit 13 Mandaten die absolute Mehrheit.
In Großhöflein lieferte LBL-Mann Wolfgang Rauter eine kleine Sensation, indem er SPÖ-Bürgermeister Oswald Kucher im ersten Wahldurchgang deutlich auf Platz zwei verwies. Im Gemeinderat eroberte die LBL acht von 21 Mandaten.
SPÖ-Verluste in Ritzing und Schützen
In der ehemaligen SPÖ-Hochburg Ritzing konnte die SPÖ zwar ein Mandat im Gemeinderat gewinnen, während die ÖVP fünf Mandate verlor, vier davon an die „Liste für Ritzing“. Bei der Bürgermeisterwahl hatte ÖVP-Mann Walter Roisz weiter die Nase vorn.
In der Umfahrungs-Gemeinde Schützen am Gebirge hat es SPÖ-Kandidat Manfred Feiler zunächst wieder nicht geschafft. Nachdem er bei der Stichwahl 2007 nur knapp gescheitert war, erreichte er diesmal im ersten Anlauf nur 33 Prozent, während der Hofherr-Nachfolger Roman Zehetbauer von der ÖVP auf Anhieb knapp 45 Prozent bekam.
In Wulkaprodersdorf hat die frühere Klubobfrau der Grünen im Landtag, Grete Krojer, die Wahl spannend gemacht. Hier müssen der Lehrer Rudolf Haller für die SPÖ und der Steuerberater Friedrich Zarits für die ÖVP in die Stichwahl.
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Publiziert am 10.10.2012

