Eisenstadt: ÖVP schafft Absolute nur knapp

In der einst schwarzen Hochburg Eisenstadt hat die ÖVP diesmal die absolute Mehrheit im Gemeinderat nur knapp geschafft. Aber weder SPÖ noch FPÖ profitierten von den Verlusten, denn in erster Linie nahmen die Grünen der ÖVP Stimmen weg.

Den Höchststand an Mandaten hatte die ÖVP Eisenstadt 1982, nämlich 20 unter Bürgermeister Kurt Korbatits. Zehn Jahre später, 1992, erfolgte unter Bürgermeister Alois Schwarz die erste Bürgermeister-Direktwahl, die Schwarz klar gegen Helmut Prinke gewann. 19 Mandate erzielte die Volkspartei damals.

Nemeth auf Höhenflug, Frauschiel verliert

Ähnlich erfolgreich war die ÖVP Eisenstadt noch unter Bürgermeister Peter Nemeth. Er erreichte 19 Mandate und gewann als Bürgermeister fast 71 Prozent der Wählerstimmen für sich. Trotz dieses Erfolgs blieb er aber nur eine Periode im Amt.

Seine Nachfolgerin Andrea Fraunschiel konnte den Höhenflug von Peter Nemeth nicht mehr weiterführen, sie verlor zwei Mandate und rund elf Prozentpunkte in der Bürgermeister-Direktwahl. Fraunschiel übergab ihr Amt auch nach nur einer Periode an den heutigen Bürgermeister Thomas Steiner.

Abwärtstrend geht weiter

Unter ihm ging der Abwärtstrend der Volkspartei Eisenstadt weiter. Steiner verlor am Sonntag in der Bürgermeister-Direktwahl mehr als sechs Prozent gegenüber Fraunschiel. Bei den Mandaten behielt die ÖVP mit 15 gerade noch die absolute Mehrheit, die anderen Parteien - SPÖ, Grüne und Freiheitliche - haben jetzt zusammen 14 Mandate - mehr dazu in Eisenstadt: Steiner ist Bürgermeister. In den vergangenen zehn Jahren hat die ÖVP Eisenstadt somit vier Mandate verloren, bei den Bürgermeisterstimmen sind es 17 Prozent.

SPÖ kann nur wenig profitieren

Die SPÖ Eisenstadt konnte von den Verlusten der ÖVP aber nur wenig profitieren. Sie hält weiterhin bei rund 28 Prozent. Günter Kovacs gewann diesmal zwar ein Mandat für die Sozialdemokraten, als Bürgermeisterkandidat verlor er aber ein Prozent.

Beachtlicher Gewinn für Grüne

In der Beamten- und Schulstadt Eisenstadt erzielten hingegen die Grünen einen beachtlichen Stimmengewinn. Bei der Wahl am Sonntag gewannen sie ein Mandat und halten jetzt bei drei und Yasmin Dragschitz bekam zehn Prozent als Bürgermeisterkandidatin.

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