Kindesmisshandlung: U-Haft verlängert

Nach der schweren Kindesmisshandlung im Bezirk Güssing ist Donnerstagmittag die Untersuchungshaft für die Eltern verlängert worden. Das teilt Magdalena Wehofer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt, mit.

Der Zustand der schwer verletzten zwei Monate alten Tochter der Verdächtigen sei unverändert, es gehe dem Baby den Umständen entsprechend, sagte Axel Haberlik, Leiter der Kinderchirurgie in Graz, wo das kleine Mädchen in Behandlung ist: „Von Seiten der Knochenbrüche kann man sagen, dass die alle wahrscheinlich gut und völlig problemlos abheilen werden. Anders könnte es sich mit der Gehirnblutung handeln“- mehr dazu in Baby auf dem Weg der Besserung.

Keinen Termin für Einvernahme

Ärzte hatten bei einer Untersuchung vor etwa zwei Wochen zahlreiche Verletzungen wie Knochenbrüche, Prellungen und Blutergüsse entdeckt und Alarm geschlagen. Die Eltern, die Mutter ist 22 Jahre alt, der Vater 25, wurden daraufhin festgenommen. Sie sollen nächste Woche erneut einvernommen werden, hieß es von der Staatsanwaltschaft - mehr dazu in Misshandlung: Ermittlung nur gegen Eltern. Einen fixen Termin gebe es allerdings noch nicht, so Wehofer. Die nächste Haftprüfungsfrist endet am 4. November.

Verletzungen blieben unbemerkt

Die Familie lebte erst seit März im Burgenland, zuvor war sie in der Steiermark wohnhaft. In beiden Bundesländern wurde die junge Familie von der Jugendwohlfahrt mehrmals wöchentlich betreut. Die Verletzungen wurden jedoch nicht bemerkt. Der 15 Monate alte Sohn der 22-Jährigen blieb von den Misshandlungen verschont.