Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ - diese Forderung ist auch im Jahr 2012 noch nicht umgesetzt. Die Benachteiligung der Frauen sei in Österreich nach wie vor beschämend. Das Burgenland liege im Österreichvergleich auf dem drittbesten Platz und damit verhältnismäßig gut, sagt ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Hannelore Binder.
Aber: „Im Burgenland verdienen Frauen im Durchschnitt um 23,3 Prozent - das sind ungefähr 9.937 Euro - weniger, als ihre männlichen Kollegen“, sagt Binder.
Einkommensunterschiede im Burgenland
Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen gibt es aber auch innerhalb des Burgenlandes. „Die Bezirksstatistik zeigt, dass vier Bezirke besser liegen als der Burgenlandschnitt. Das sind Oberwart, Güssing und Jennersdorf, sowie die Freistadt Rust. Am weitesten geht die Einkommensschere in Eisenstadt auseinander“, sagt Binder.
Im Vergleich zum Vorjahr gebe es leichte Verbesserungen. 2011 war der Equal Pay Day am 5.Oktober, heuer ist es der 7. Oktober. Zufrieden könne man aber erst sein, wenn der Equal Pay Day der 31.Dezember sei - denn erst dann seien die Einkommensunterschiede komplett aufgehoben, sagt auch ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende Brigitte Ruprecht: „Wir sehen, dass Frauen beim Berufseinstieg benachteiligt werden. Es gibt auch Benachteiligungen, weil Frauen noch immer die Hauptträgerinnen der Karenzzeiten sind.“

ORF
„Darf’s ein bisserl mehr sein?“
Unter dem Motto „Darf’s ein bisserl mehr sein“ macht der ÖGB heuer von 1. bis 5. Oktober auf den „Equal Pay Day“ aufmerksam. Rund 1.000 lila Tragetaschen, denen symbolisch ein Viertel des Stoffes fehlt, werden dann in Betrieben verteilt.
Publiziert am 28.09.2012

