Aus für Ausbau des Aktivparks Güssing
Der Immobilienkonzern WSF wollte die Aktivpark Hotel- und Sportanlage Güssing ausbauen, dazu noch ein Fünf-Sterne-Hotel errichten sowie einen Golfplatz plus Wohnhausanlage. Investitionsvolumen: 120 Millionen Euro. Die Planungen laufen seit 2003, jetzt kommt das Aus.
Absage des Gemeinderates
Die Gemeinde forderte vom Aktivpark-Betreiber, dass die Sporthalle - übrigens die Heimat der Güssing Knights - in das Eigentum der Stadt übergeht. Im Gegenzug wollte der Betreiber des Aktivparks von der Gemeinde Abschlagszahlungen bei den Altlasten sowie eine Flächenumwidmung für die Wohnhausanlage und Investitionen in die erforderliche Infrastruktur - mehr dazu in Aktivpark: Noch immer kein O.K. für Ausbau. Bei den Verhandlungen ist es scheinbar zu Differenzen gekommen, vom Güssinger Gemeinderat kam am Mittwochabend eine Absage. Der Beschluss wurde mehrheitlich gefasst, die SPÖ-Fraktion enthielt sich der Stimmen.
Betreiber: „Güssing will Provinz bleiben“
Vereinbarungen seien nicht getroffen, das Projekt mehrfach geändert worden, begründete der Anwalt der Stadtgemeinde, Werner Dax, das Scheitern der Verhandlungen. Für den Geschäftsführer der Betreibergesellschaft WSF, Alexander Fuchs-Robetin, ist das Projekt jedenfalls endgültig gestorben. Er kann die Entscheidung der Gemeinde nicht verstehen. „Güssing will Provinz bleiben“, so sein Kommentar. Der bestehende Aktivpark wird mit 1. Oktober zugesperrt, auf die Verträge die Sporthalle betreffend hat das aber keine Auswirkungen.
Publiziert am 27.09.2012

