Energie Burgenland als Wirtschaftsmotor

Die Energie Burgenland ist einer der wichtigsten Motoren für die Wirtschaft des Landes: Zu diesem Schluss kommt eine IHS-Studie. Die Fusion von BEWAG und BEGAS ist rechtlich vollzogen, die offizielle Namensänderung erfolgt am 1. Oktober.

Für die beiden Vorstände Michael Gerbavsits und Alois Ecker war es am Mittwoch wohl die letzte Pressekonferenz unter dem BEWAG-Logo. Ab dem 1. Oktober stehen sie der Energie Burgenland vor. Der Name ändert sich zwar, aber der Offensivkurs des Unternehmens in Richtung Windenergie bleibe gleich, sagte Vorstandssprecher Gerbavsits: „Wir werden bis 2015 noch einmal rund 450 Millionen Euro in den Ausbau der Windenergie investieren.“ Gleichzeitig werde auch in die Erneuerung und in die Instandhaltung des Netzes investiert.

2.650 Arbeitsplätze

Vorstandsdirektor Ecker lobte die Kundenbindung und den Servicegedanken: „Wir sind kein Energie-Lieferer, sondern ein Energie-Dienstleister.“ Das Institut für Höhere Studien hat jüngst den Effekt der beiden Energiedienstleister BEWAG und BEGAS für das Burgenland untersucht - und zwar für Arbeitsplätze, für die Wertschöpfung, aber auch für Steuerrückflüsse.

Das Ergebnis sei eindeutig, sagte Studienautor Alexander Schnabl vom IHS: "Die durch die Ausgaben der Energie Burgenland bewirkte Brutto-Wertschöpfung lag in Österreich in beiden untersuchten Geschäften - also jedes Jahr für sich - bei über einer Viertel Milliarde Euro. Im Burgenland waren es in beiden Jahren etwa um die 100 Millionen. Und wenn wir uns die Arbeitsplätze ansehen, dann sind in Österreich Beschäftigungseffekte im Jahr 2010/2011 in der Größenordnung von 2.650 Arbeitsplätzen gewesen, im Burgenland in etwa von 1.150.

Wirtschaftspolitischer Meilenstein

Der Zusammenschluss von BEWAG und BEGAS sei ein Meilenstein, betonte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ), es sei das größte wirtschaftspolitische Projekt in der Geschichte des Landes. Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl (ÖVP) sieht durch den Zusammenschluss nachhaltige Effekte bei den Gemeinden. Denn die Gemeinden haben zusätzlich 100 Millionen Euro zur Verfügung, weil das Land das Aktienpaket gekauft habe. Das bedeute beinahe eine Verdoppelung der Investitionen, so Steindl.