SPÖ-Aktionstag für Pendlergeld

„Nur Bares ist Wahres“ - unter diesem Motto macht sich die SPÖ für das schon seit längerem geforderte Pendlergeld stark. Am 1. Oktober wird es dazu auch einen landesweiten Aktionstag geben.

Statt der Pendlerpauschale fordert die SPÖ Burgenland vom Bund ein kilometerbezogenes Pendlergeld. Das Pendlergeld sei fairer und transparenter, betonte SPÖ-Klubobmann Christian Illedits bei einem Pressegespräch am Montag. Bei der Pendlerpauschale würden etwa jene Pendler, die besonders weite Strecken zurücklegen, benachteiligt, so Illedits. Ein Pendlergeld, das die tatsächliche Belastung berücksichtigt, sei gerechter.

Pendlergeld für alle

Außerdem sollten das Pendlergeld alle Pendler beziehen, denn von der Pendlerpauschale seien gewisse Gruppen ausgenommen. Illedits plädierte auch für eine direkte Auszahlung - jetzt kommen die Betroffenen über den Steuerausgleich zu ihrem Geld. Österreichweit würde das Pendlergeld etwa 300 Millionen Euro ausmachen, so der SPÖ-Klubobmann.

Niessl gegen Agrosprit

Durch die hohen Mehreinnahmen bei der Mineralölsteuer sei das durchaus finanzierbar, sagte Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ), der heute auch der Einführung des Agrosprits E10 eine klare Absage erteilt. E10 würde nur zu weiteren Teuerungen führen: „Solange Menschen auf der Welt hungern, sollten keine Lebensmittel in den Tank kommen.“

Landwirtschafts- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP) zog am Montagabend die Notbremse - mehr dazu in Berlakovich: E10 kommt vorerst nicht (news.ORF.at).

Am 1. Oktober plant die SPÖ jedenfalls einen landesweiten Aktionstag zur Einführung des Pendlergeldes: Von Kittsee bis Kalch werden die Pendler an Bahnhöfen, Bushaltestellen und Park & Ride-Anlagen darüber informiert.

ÖVP ortet Pendlerabzocke in Wien

ÖVP-Pendlersprecher Norbert Sulyok fordert ein Ende der Pendlerabzocke in Wien. Im vergangenen Jahr sei eine wahre Belastungswelle losgetreten worden, etwa mit der Erhöhung der Fahrscheinpreise bei den Wiener Linien oder mit der Ausweitung der Parkpickerlzone. Sulyok verlangt Sofortmaßnahmen dagegen und eine kilometergenaue Abrechnung der Pendlerpauschale.