Denkmalschutz mit Kompromissen
Was unter Denkmalschutz gestellt wird, bestimmt manchmal der Eigentümer eines Objektes selbst, wenn er beim Denkmalamt vorstellig wird, sagt Landeskonservator Peter Adam.
„Aber in den meisten Fällen ist es so, dass wir von uns aus aktiv werden. Wir erarbeiten schon seit vielen Jahren eine so genannte Denkmal-Liste. Und auf dieser Liste sind die Objekte erfasst, die historische, künstlerische oder kulturelle Bedeutung haben. Und das ist die Voraussetzung dann für den Denkmalschutz“, so Adam.
Zusammenarbeit mit Denkmalamt
Öffentliche und sakrale Bauten stehen automatisch unter Denkmalschutz. Wer Veränderungen an seinem geschützten Gebäude vornehmen will, muss mit dem Denkmalamt zusammenarbeiten und dessen Vorgaben befolgen, sagt Adam. Einen Spielraum gebe es aber immer.
„Die Objekte sind sehr, sehr unterschiedlich. Wenn jemand ein Haus hat, das reich mit mittelalterlichen Fresken ausgestattet ist, werden natürlich die Erhaltung und Restaurierung dieser Fresken mehr kosten als einfach das Ausmalen der Räume, das ist klar. Aber grundsätzlich muss man sagen, es muss nicht teuer sein, es kann auch sehr viel günstiger sein“, sagt Peter Adam.
„Geld kann viel zerstören“
Es sei immer die Frage, wie man ein Objekt behandle und was man daraus machen wolle. „Wenn ich aus einem alten Haus ein neues machen möchte, was ja nicht Sinn und Zweck der Sache ist, wird das wahrscheinlich relativ teuer kommen, wird aber nie sozusagen dem Objekt gerecht werden. Geld kann auch viel zerstören“, sagt der Landeskonservator.
Finanzielle Unterstützung
Kunststofffenster und Dämmstoffe sind bei historischen Bauten aber in jedem Fall tabu. Altes mit alten Materialien erhalte, das ist die Zielsetzung des Denkmalamtes. Dass das teuer werden kann, ist klar. Allerdings gibt es von Seiten des Landes und des Bundes finanzielle Unterstützung für Renovierungsarbeiten.
Publiziert am 15.09.2012

