Losgelöst von der Partei

Naturfreunde, ASKÖ und Arbeitersamariterbund kehren der SPÖ den Rücken - zumindest formal. Grund ist die Spendenoffenlegung im Zusammenhang mit dem Ende Juni beschlossenen Transparenzgesetz.

Alle drei Organisationen scheinen seit jeher als Nebenorganisationen der Sozialdemokraten auf, nach dem Parteitag am 13. Oktober soll damit aber Schluss sein. Wegen des Transparenzgesetzes wären sie gezwungen als Nebenorganisationen der SPÖ, sämtliche Spenden von den Ortsorganisationen aufzulisten und zu melden, das sei zu viel Arbeit, so die Argumentation.

Zu viel Bürokratie

Bei der ASKÖ und bei den Naturfreunden wurde die Entscheidung der jeweiligen Bundesgremien von allen Landesorganisationen mitgetragen. „Wir wollen unsere Vereine vor dieser Bürokratie schützen, die Funktionäre haben Arbeit genug und deshalb müssen wir diesen Schritt setzen“, sagte ASKÖ-Burgenland-Präsident Christian Illedits. Es sei ein emotionaler Schritt, aber man bekenne sich nach wie vor zum Nahverhältnis der SPÖ, so Illedits.

Freundschaftliche Verbundenheit

Für Richard Gartner, den Landesgeschäftsführer der Naturfreunde Burgenland, ist ausschlaggebend, dass viele Mitglieder aus Interesse das Naturfreunde-Angebot nutzen, nicht aus parteipolitischen Gründen. Organisatorisch bleibe alles beim Alten, sagte Gartner. Das Büro im „Roten Haus“ in Eisenstadt bleibe bestehen und man werde auch mit der Partei freundschaftlich verbunden bleiben.

Auch der Arbeitersamariterbund will eine Loslösung von der Partei.