„Dr. Krebs“ und sein Wundermittel
Vor etwa drei Jahren hat das Pharmaunternehmen des 75-jährigen Wieners in Mörbisch Grundstücke gekauft, um dort Schöllkraut für „Ukrain“ anzubauen. Auch eine Produktionshalle sollte gebaut werden, etwa 15 Arbeitsplätze wurden in Aussicht gestellt. Daraus wird nun nichts.
„Dr. Krebs“ festgenommen
Für den 75-Jährigen und auch seine Frau klickten vergangene Woche die Handschellen - wegen des Verdachts des schweren gewerbsmäßigen Betrugs. Sein Mittel „Ukrain“ enthält Schöllkraut und ist weder in Österreich noch in der EU zugelassen. Das Mittel soll eine vollständige Heilung von Krebs, aber auch von AIDS bewirken.
Fünf Millionen Euro Schaden
Laut Bundeskriminalamt wurde es an eine Vielzahl von Patienten verkauft, der Schaden wird auf fünf Millionen Euro geschätzt.
In Mörbisch fiel man aus allen Wolken, als bekannt wurde, an wen man vor drei Jahren die Grundstücke verkauft hatte. An dem Geschäft waren etwa 15 bis 20 Grundeigentümer beteiligt, verkauft wurden vorwiegend Grünbrachen um einen Euro pro Quadratmeter. Finanzieller Schaden ist den Mörbischern jedenfalls keiner entstanden.
Mörbischer prüfen Rückkauf der Grundstücke
Der Mörbischer Bürgermeister Jürgen Marx (SPÖ) hat jetzt auch den Gemeindeanwalt eingeschaltet, der den Rückkauf der Grundstücke prüft, eine entsprechende Klausel sei in den Verträgen verankert, so Marx. Doch vorerst sind einmal die Ermittler beziehungsweise die Staatsanwaltschaft am Zug.
Publiziert am 12.09.2012

