Asyl-Erstaufnahme nach Eisenstadt verlegen

Beim „Tag der Sicherheit“ in der Kaserne Bruckneudorf hat Polizeidirektor Hans Peter Doskozil zur steigenden Schlepper-Kriminalität Stellung genommen. Er hat angekündigt, die Asyl-Erstaufnahme von Neusiedl am See nach Eisenstadt zu verlegen.

35 Flüchtlinge sind innerhalb von zwei Tagen im Burgenland aufgegriffen worden. Nachdem zuerst zwölf Personen aus Afghanistan, Somalia und dem Jemen im Bezirk Neusiedl von der Polizei angehalten wurden, wurde dann im Bezirk Güssing eine weitere Gruppe von Menschen angehalten. Alle wurden in die Erstaufnahmestelle Traiskirchen gebracht.

Polizisten im Bezirk Neusiedl freispielen

Natürlich gebe es im Burgenland ein Schlepper-Problem, sagte Burgenlands neuer Polizeidirektor im ORF-Burgenland-Interview beim „Tag der Sicherheit“. Man sei aber dabei, dieses Problem durch „organisatorische Umstrukturierungen, aber auch durch Personalzuführungen“ doch entscheidend zu bekämpfen.

„Wir wollen ganz konkret auch die Aufarbeitung der illegalen Migration zentralisieren in Eisenstadt, so dass die nicht mehr im Bezirk Neusiedl am See stattfindet und die Kollegen vor Ort für ihre tägliche Aufgabe freigespielt werden“, kündigte Doskozil an. Schon in der nächsten Woche sollen mit dem Ministerium Gespräche darüber geführt werden, wo dieses Zentrum hinkommen soll, so Doskozil.

Polizisten in den Norden zuteilen

Zum Thema geplante Versetzungen bei der Polizei, meinte Doskozil, es werde in einem sehr geringen Ausmaß Versetzungen von Wien ins Burgenland geben. Darüber hinaus werde man versuchen, Kollegen aus dem Südburgenland in den Norden zuzuteilen, konkret in den Bezirk Neusiedl am See, so der Polizeidirektor.

Kritik von Bürgermeister Steiner

Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil habe mit einer seiner Ankündigung, die „Asyl-Erstaufnahme nach Eisenstadt“ verlegen zu wollen, massiv zur Verunsicherung der Bevölkerung beigetragen, kritisiert Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner, (ÖVP).

Die administrative Behandlung von Asylwerbern, die im Bezirk Neusiedl aufgegriffen werden, in Eisenstadt durchzuführen, sei sinnlos und würde lediglich eine zeitliche Verzögerung bedeuten.