Darabos: Für Notfälle immer 12.500 Soldaten
Er wolle den Tag der Sicherheit nicht nutzen, um für ein bestimmtes Heeresmodell zu werben, sagte Darabos im ORF-Burgenland-Interview. Mit dem Tag der Sicherheit dokumentieren die 13 teilnehmenden Organisationen für den Minister, dass sie gemeinsam für die Sicherheit im Burgenland zuständig sind.
Debatte: Wie zeitgemäß ist die Wehrpflicht?
Doch Darabos betonte, dass egal für welches System sich die Österreicher bei der Volksbefragung entscheiden werden, man auch in Zukunft 12.500 Soldaten im Katastrophenschutz und mindestens 1.100 im Auslandseinsatz haben werde. „Das ist wichtig, das müssen die Menschen wissen, dass sie sich auf’s Bundesheer verlassen können und in weiterer Folge auch auf die anderen Sicherheitsorganisationen“, so Darabos.
Darabos weist Kritik an Fragestellung zurück
Kritik an der Fragestellung zur Volksbefragung weist Darabos zurück: „Ich finde, die Fragestellung ist ganz klar.“ Die Fragestellung beinhalte alles, was die Zukunft des österreichischen Bundesheeres betreffe. Das sei den Menschen zumutbar - mehr dazu in Opposition: Kritik an Volksbefragung.
Zum Thema einer Fortsetzung des Assistenzeinsatzes in Ausnahmefällen, wie sie auch Landeshauptmann Hans Niessl bereits gefordert hat - mehr dazu in Niessl will Schleppern Kampf ansagen-, meinte Darabos: „Wir stehen in Zukunft auch für Katastrophen- und Assistenzeinsätze in jeglicher Form parat, es muss immer eine Anforderung geben.“
Strommer: Nur Wehrpflicht garantiert Sicherheit
ÖVP-Klubsprecher Rudolf Strommer betonte dagegen, dass nur mit der Wehrpflicht mit dem Zivildienst als Wehrersatzdienst die Sicherheit für Österreich zu garantieren sei. Reformen seien unbestritten notwendig, das Heer müsse modernen Ansprüchen gerecht werden. Für Strommer ist der Österreich-Dienst, wie ihn die ÖVP vorschlägt, die Lösung. Dieser sehe eine Wehrpflicht neu – mit aufgewertetem Katastrophenschutz unter Beibehaltung des unverzichtbaren Zivildienstes vor.
Publiziert am 08.09.2012

