Kultbuch wieder zu haben

Vor 40 Jahren hat der Zeichenlehrer Franz Simon alte südburgenländische Bauernhäuser vermessen, gezeichnet und in Buchform publiziert. Das Buch war bald vergriffen und wurde zuletzt im Internet um 1.000 Euro gehandelt. Nun ist es wieder haben.

Arkaden, Strohdächer, Kittinge, Kellerstöckl und Stadeln - vieles von dem, was Franz Simon gezeichnet hat, gibt es längst nicht mehr. Die präzisen Federzeichnungen haben gerade deshalb an Reiz noch gewonnen. Grund genug für einen Oberwarter Verlag, das 77 Seiten starke Buch neu herauszubringen.

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Mit Präzision und Leidenschaft war der aus Kohfidisch stammende und 1997 verstorbene Kunsterzieher Franz Simon durch das Südburgenland gezogen, um mit Zollstab und feinem Strich bäuerliche Bauten zeitlos zu machen, solange es sie noch gab.

Bis ins kleinste Detail

Mit Simon oft unterwegs war Gerhard Kisser vom Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf. „Er hat bis ins kleinste Detail alles aufgezeichnet“, erinnert sich Kisser und das habe ihm bei der Rekonstruktion der Bauten für das Freilichmuseum sehr geholfen.

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Arkadenhof

Kunst- und Volkskundebuch zugleich

Die Neuauflage der zeichnerischen Dokumente burgenländischer Baugeschichte aus dem 18. und 19. Jahrhundert ist mehr als nur eine Sammlung von Bildern. „Darin spiegelt sich die hohe Kunst von Franz Simon wider, es ist nicht nur ein Volkskundebuch, sondern auch ein Kunstbuch“, sagt Gerhard Sulyok vom Verlag „edition europrint“.

Das neu aufgelegte Buch über „Bäuerliche Bauten im Südburgenland“ ist in der „edition europrint“ erschienen und zum Preis von 195 Euro erhältlich.