Jeder Zehnte mit Migrationshintergrund

Einer von zehn Burgenländern hat Migrationshintergrund, österreichweit beträgt dieser Anteil rund 20 Prozent. Um diese Mitbürger künftig im Burgenland besser zu integrieren, hat das Integrationsstaatssekretariat ein neues Projekt gestartet.

Mohammed Eisa ist vor 33 Jahren von Ägypten ins Südburgenland gekommen, hat hier seine Frau kennengelernt. Heute hat er eine 27-jährige Tochter. Seit mehr als 21 Jahren ist er bei der Freiwilligen Feuerwehr in Wallendorf.

Mohammed Eisa

ORF

Mohammed Eisa ist Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr

Integration durch Vereinsleben

Genau so müsse Integration in Österreich funktionieren, sagte der zuständige ÖVP-Staatssekretär Sebastian Kurz. Denn Vereine und Hilfsorganisationen seien wichtige soziale Netzwerke für Zuwanderer. Integration durch Engagement, so das neue bundesweite Projekt, das Kurz am Montag im Burgenland vorgestellt hat. Man brauche Vereine wie die Freiwillige Feuerwehr im Burgenland, die bereit seien, sich für Migranten zu öffnen und jedem die Chance geben, mitzumachen und man brauche mehr Migranten, die mitmachen wollen.

Im Burgenland leben derzeit rund 28.700 Menschen mit Migrationshintergrund. 22.400 von ihnen sind Zuwanderer der ersten Generation. Das entspricht einem Anteil von 10,2 Prozent an der Gesamtbevölkerung.