Bürger entscheiden über Wasser
Die Eisen-, Mangan- und Nitritwerte im Trinkwasser, das aus Brunnen und einer Quelle in Potzneusiedl gewonnen wird, sind seit Jahren viel zu hoch - bei den letzten Messungen doppelt so hoch wie erlaubt. Die Aufbereitungsanlage außerhalb des Ortes müsste um viel Geld aufgerüstet werden, um die Qualität auch weiterhin zu gewährleisten. Auch das Rohr-Netz müsste erneuert werden.

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Frau gießt Garten in Potzneusiedl
Bürger sollen entscheiden
Außerdem ist es vor allem an heißen Sommertagen schon öfters vorgekommen, dass das Wasser für die rund 280 Haushalte in der Gemeinde knapp geworden ist. Am Sonntag sollen die Bürger entscheiden, wie es mit der Versorgung im Ort weitergehen soll: Soll die eigene Wasserversorgung beibehalten werden oder soll es zu einem Anschluss an einen Wasserversorger kommen.

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Mehrere Varianten möglich
Die bestehende Wasserversorgung der Gemeinde sei 60 Jahre alt, sagte Bürgermeister Franz Werdenich (ÖVP). Man könne aber jetzt nicht mehr garantieren, dass das Trinkwasser die Verordnungsvorgaben erfüllt.
Der Eisenstädter Ziviltechniker Johann Pieler hat im Auftrag der Gemeinde ein Gutachten erstellt. Mehrere Varianten kommen künftig für Potzneusiedl infrage: Entweder betreibe die Gemeinde die Wasserversorgung wie bisher, müsse dafür aber einige Erweiterungen und Anpassungen vornehmen oder sie tritt dem Wasserleitungsverband Nördliches Burgenland bei. Eine dritte Möglichkeit wäre der Zukauf von Wasser von der EVN Wasser in Niederösterreich.
SPÖ will Ergebnis ernst nehmen
Von Seiten der Gemeinde-SPÖ heißt es, man werden sich weiterhin für das eigene Wasser in Potzneusiedl einsetzen. Aber man werde das Ergebnis der Volksbefragung ernst nehmen und diese Entscheidung im Gemeinderat mit der ÖVP auch umsetzen.
Publiziert am 25.08.2012

