Petrik: Grüne wollen Kontrollpartei sein
Die Landespolitik ist für Regina Petrik noch relatives Neuland: Seit eineinhalb Jahren ist sie Geschäftsführerin und seit März Parteichefin der Grünen. „Ich glaub, ich bin eine Politikerin der bisserl anderen Art als wir es im Burgenland gewohnt sind“, sagte sie am Donnerstagabend im ORF-Burgenland-Sommergespräch. Die Pädagogin war auch Vizepräsidentin der Katholischen Aktion. Sie sieht durchaus eine Verbindung zwischen Religion und Politik. Es gehe immer darum, dass Menschen gut leben können. In der Politik gehe es darum, welche Rahmenbedingungen man dafür schaffe, so Petrik.

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Chefredakteur Walter Schneeberger im Gespräch mit Regina Petrik
Probleme bei der Kandidatensuche
In der burgenländischen Gemeinde-Politik konnten die Grünen bisher nicht recht Fuß fassen, bei der letzten Wahl waren es 1,4 Prozent und 20 Mandate. Das Ziel für den 7. Oktober sei es zu wachsen. Bei der Kandidatensuche haben es die Grünen laut Petrik nicht leicht. Sie habe es in den vergangenen Wochen oft erlebt, dass Leute sich engagieren wollten, dann aber zürückgezogen haben: „Weil ihnen zum Teil offen gedroht worden ist und zum Teil einfach subtil.“
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Für „saubere Umwelt und saubere Politik“
Ihre Botschaft im Wahlkampf: „Es geht um saubere Umwelt und um saubere Politik.“ Die Grünen sehen sich als kritische Oppositionspartei: „Das ist für mich wirklich eine sehr ärgerliche Sache, dass im Burgenland sehr viele Postenbesetzungen nur nach Parteiprinzip funktionieren.“ Bundespolitisch sieht Petrik eine Kandidatur Frank Stronachs nicht als Konkurrenz für die Grünen und ob sie sich selbst als Spitzenkandidatin bei der nächsten Landtagswahl sieht, lässt sie offen: Das wolle sie jetzt noch nicht entscheiden, so Petrik.
Publiziert am 24.08.2012

