60 Musiker & ein einziges Konzert

Das Ensemble „Camerata Pannonica“ vereint seit 20 Jahren 60 Amateurmusikerinnen und -musiker aus aller Welt. Sie proben ein Mal im Jahr für ein einziges Konzert. Am kommenden Sonntag konzertiert das Orchester im Lisztzentrum in Raiding.

Orthopäde Martin Donner hatte vor 20 Jahren die Idee, ein Amateurensemble zu gründen. Heute ist er Flötist im Orchester. Hilfreich bei der Gründung erwies sich eine Internetseite namens „Amateur Chamber Music Players“ - also Amateurkammermusiker - die tausende Hobbymusikerinnen und Musiker auflistet.

Aus aller Welt

„Das ist eine internationale Kammermusiker-Vereinigung, die es seit 50 Jahren gibt. Sie unterhält in New York ein kleines Büro und sammelt interessierte Kammermusiker in aller Welt. Und aus diesem Pool von 5.000 Musikern hat sich seinerzeit das Orchester aus 50 Leuten gebildet - innerhalb von zwei Monaten“, Martin Donner.

Im Ensemble spielen Musiker aus Österreich, Ungarn, Schweiz, Deutschland, Holland, Kanada und den USA. Damit wird bei Camerata Pannonica besonders deutlich, dass Musik keine Grenzen kennt.

Freude an der Musik

Der Dirigent der Camerata Pannonica ist einer der wenigen Profimusiker des Ensembles. Nicolas Radulescu führt das Orchester mit Strenge, Nachsicht und Humor.

„Der unglaubliche Reiz ist, dass die Leute so eine unglaubliche Freude haben, diese Musik einmal im Leben spielen zu dürfen, dass das jede technischen Probleme - sofern sie überhaupt vorhanden sind - total überdeckt. Die Spielfreude ist einfach so enorm, dass einfach alle jederzeit gerne mitmachen“, so der Dirigent.

Konzert im Listzentrum

Am Sonntagvormittag stellt das international besetzte Ensemble sein Können unter Beweis. Im Lisztzentrum in Raiding (Bezirk Oberpullendorf) erklingen Werke von Chatschaturjan, Debussy, Smetana und Beethoven. Das Konzert beginnt um 11.00 Uhr.