Museumsbahn Oberschützen: Keine Einigung
Die Museumseisenbahner aus Oberschützen haben ein Triebfahrzeug und zwei Waggons nach Asparn an der Zaya überstellt. Die Fahrzeuge werden dem Zayataler Schienentaxi, das zwischen Mistelbach und Asparn verkehrt, leihweise zur Verfügung gestellt.
„Geben nicht auf“
Zwischen Oberwart und Oberschützen dürfen sie ja derzeit ohnehin nicht fahren, bedauert der Sprecher der Museumsbahn Christian Schuller. Diese Kooperation mit der Privatbahn in Niederösterreich bedeute aber nicht, dass die Betreiber der Museumsbahn aufgeben und das Burgenland verlassen wollen, betont Schuller.
Frustration
Er kann eine gewisse Frustration aber nicht verbergen. Seit April ist unklar, ob und wann die Museumsbahn zwischen Oberwart und Oberschützen wieder fahren darf. Der Eigentümer der Gleisanlage, der Großpetersdorfer Busunternehmer Schuch, hatte heuer keine Betriebsbewilligung erteilt. Für ihn ist die Bahn ein Verlustbringer. Schuch will die Anlage abbauen und verkaufen.
BH Oberwart befasst sich mit Fall
Der Verein Museumsbahn akzeptiert das nicht, pocht auf Erfüllung des Pachtvertrages und hat gegen die Entscheidung von Schuch berufen. Der Fall ist juristisch komplex und beschäftigt nun unter anderem die Bezirkshauptmannschaft Oberwart und das Amt der Landesregierung.
Die BH Oberwart wird im Oktober bei einer Verhandlung festlegen, unter welchen Auflagen Schuch die Gleisanlage abbauen darf. Frühestens dann wird entschieden, ob die Museumsbahn den Betrieb endgültig einstellen muss.
Publiziert am 14.08.2012

