Sanitäter bedroht und beschimpft: Verurteilt

Ein 64-jähriger Mann ist in Eisenstadt zu einem Monat bedingter Haft verurteilt worden. Er hatte zwei Rettungssanitäter, die seine kranke Frau ins Spital bringen wollten, beschimpft und mit einer Stabtaschenlampe bedroht. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Ein Rettungswagen sollte im März im Südburgenland die Frau des gebürtigen Vorarlbergers abholen. Als die Männer die Kranke zum Fahrzeug brachten, habe der Beschuldigte ihnen zugerufen: „Wenn ihr nicht sofort verschwindet, dann erschlag ich euch!“. Dabei habe er die Sanitäter mit einer etwa 30 Zentimeter langen Taschenlampe bedroht.

Mann bestritt Vorwürfe

Der 64-Jährige, dessen Frau mittlerweile verstorben ist, bestritt die Vorwürfe. Die beiden Rettungsleute seien „ganz gemütlich“ aus dem Auto gestiegen. Der Fahrer habe ihn herablassend behandelt und es zunächst abgelehnt, seine Frau ohne Transportschein mitzunehmen.

Dem 64-Jährigen sei alles zu langsam gegangen, berichtete der 57-jährige Rettungsfahrer. Ein 24-Jähriger, der ehrenamtlich als Sanitäter arbeite, bestätigte die Aussagen seines Kollegen. Ein Polizist sagte aus, der Wahlburgenländer habe auch bei seiner Befragung nicht mit deftigen Worten gespart.

Nicht schuldig bekannt

Richterin Karin Knöchl und sprach den 64-Jährigen schuldig. Er wurde zu einem Monat bedingter Haft verurteilt. Der Wahlburgenländer, der sich „nicht schuldig“ bekannte und eine Absprache sämtlicher Zeugen gegen ihn ortete, legte Berufung und Nichtigkeitsbeschwerde ein. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.