„Raffel“ vorübergehend zugesperrt

Das traditionsreiche Gasthaus und Seminarhotel Raffel in Jennersdorf wird noch im August vorübergehend geschlossen - eine Folge des Todes von Ernst Kampel-Kettner. Im Herbst soll es von einem neuen Betreiber wieder aufgesperrt und weitergeführt werden.

In Jennersdorf hoffen nicht nur die Raffel-Stammgäste, dass die Schließung des Gasthauses nur eine vorübergehende ist. Hinter den Kulissen wird eifrig nach einer Lösung gesucht, die den Gasthausbetrieb langfristig absichert.

Zahlungsunfähig

Im Mai musste Raffel Konkurs anmelden. Der Eigentümer Ernst Kampel-Kettner hatte den Gasthof in ein Seminarhotel ausgebaut und sich dabei finanziell übernommen - mehr dazu in Traditionshotel Raffel zahlungsunfähig. Ein Sanierungsplan wurde ausgearbeitet. Dieser ist allerdings jetzt durch das Ableben Kampel-Kettners hinfällig geworden - mehr dazu in „Raffel“-Wirt Kampel-Kettner gestorben.

Ernst Kampel-Kettner

ORF

Ernst Kampel-Kettner starb.

Gespräche mit OSG

Das Sanierungsverfahren wurde in einen Konkurs umgewandelt, sagt Rechtsanwalt Werner Dax. Mitte, spätestens Ende August werde das Gasthaus zugesperrt, zumindest vorübergehend. Dax führt Gespräche mit den Familienangehörigen und Erben Kampel-Kettners und mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft OSG.

Die angestrebte Lösung: Die OSG soll das Gebäude übernehmen, in dem das Gasthaus untergebracht ist und im Obergeschoß Wohnungen bauen. Unten soll der Gasthaus weitergeführt werden, wobei für den Betrieb eine familieninterne Lösung angestrebt wird. Die Familie Kampel-Kettner ist auch Eigentümer des Kulturzentrums in Jennersdorf. Das will die Stadtgemeinde übernehmen und weiterführen, bestätigt Bürgermeister Wilhelm Thomas (ÖVP).