Lenzing Heiligenkreuz: Standort gut abgesichert

Der Textilkonzern Lenzing erweitert die Produktion der Faser Lyocell und baut ein weiteres Werk - doch nicht in Heiligenkreuz, sondern in Oberösterreich. Auf das Lyocellwerk im Südburgenland hat das aber keine Auswirkungen.

Lyocell wird am Textilmarkt immer besser angenommen. Lenzing verkauft die Faser unter dem Markennamen „Tencel“. Sie wird zu Kleidung aller Art verarbeitet und zu zu Bettwäsche oder zu Wischtüchern. Das Werk in Heiligenkreuz ist voll ausgelastet. Lenzing erzeugt die Faser auch in den USA und bald in Oberösterreich.

Kein Einfluss auf Heiligenkreuz

„Das hat auf den Standort im Burgenland keinen Einfluss. Wir haben in den Jahren 2008 bis 2010 an diesem Standort fast 60 Millionen Euro in eine Kapazitätsverdoppelung investiert. Ich bin ehrlich gesagt nicht unglücklich darüber, dass wir nicht sofort wieder in ein Ausbauprojekt hineingestoßen werden, sondern dass wir Zeit haben diese Kapazität zu konsolidieren“, sagt Geschäftsführer Bernd Zauner.

70.000 Tonnen Lyocell

70.000 Tonnen Lyocell werden pro Jahr in Heiligenkreuz produziert und verkauft. Eine Gefahr, das Lenzing die Produktion aus dem Burgenland abzieht, besteht laut Geschäftsführung nicht. „Dieser Standort ist gut abgesichert. Wir sind noch immer der größte Standort. Ich bin zuversichtlich, dass wir schon jetzt eine gute wirtschaftliche Größe haben“, so Zauner.

Reststoffverbrennugnsanlage auf Eis

Lenzing hat sich in den vergangenen Jahren für den Bau der BEGAS- Reststoffverbrennungsanlage Heiligenkreuz eingesetzt und hoffte auf günstige Energie. Doch dieses Projekt liegt auf Eis. „Die Reststoffverbrennungsanlage war ursprünglich geplant, um unseren Vollausbau - den wir jetzt ohnehin vollzogen haben - zu unterstützen. Natürlich ist die Energieversorgung im Wirtschaftspark für den weiteren Ausbau ein entscheidendes Thema“, sagt Zauner. Der Ausbau des Lenzingwerkes in Heiligenkreuz ist derzeit aber kein Thema.