212 km/h auf Bundesstraße: Deutscher gestoppt

Mehr als doppelt so schnell wie erlaubt raste ein Autofahrer über die B58 bei Minihof Liebau (Bezirk Jennersdorf). Die Laserpistole der Polizei zeigte 212 anstatt der erlaubten 100 Stundenkilometer an. Der Deutsche wurde angezeigt.

Der Lenker war im Gemeindegebiet von Minihof-Liebau in eine Laser-Geschwindigkeitsmessung der Polizei geraten. Der Fahrer hatte das Tempolimit von 100 km/h um 112 Stundenkilometer überschritten. Er wurde angezeigt. Ihn erwarten eine empfindliche Geldstrafe und ein sechsmonatiges Fahrverbot in Österreich.

Geldstrafe und Führerscheinentzug

Bei der Strafbemessung spielen viele Faktoren eine Rolle - etwa Tages- und Sichtverhältnisse, der Straßenzustand, eine mögliche Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer sowie etwaige einschlägige Vorstrafen, heißt es im Referat für Straf- und Verkehrswesen der BH Jennersdorf.

Beim ersten derartigen Verstoß müsse ein Lenker, wenn nichts anderes vorliege, mit einer Strafe von 1.400 bis 1.500 Euro rechnen, lautete die Auskunft der Behörde. Der Strafrahmen reiche bis 2.100 Euro. Dazu kommt der Entzug des Führerscheins für sechs Monate.

Strafe wird auch in Deutschland eingehoben

Dass der Pkw in Deutschland zugelassen ist, schützt den Lenker nicht vor der Geldstrafe. Sie wird auch in Deutschland eingehoben. Zusätzlich wird über den Betroffenen in Österreich ein Fahrverbot verhängt: „Was dann die deutschen Kollegen mit seiner Lenkerberechtigung machen, ist Sache der dortigen Behörden.“

Unfallursache Nummer eins

Strengere Strafen für derart gravierende Verstöße könne man in Erwägung ziehen, hieß es aus dem Büro von Landesrätin Michaela Resetar (ÖVP), „allerdings sollte man nicht über das Ziel schießen“.

Im ersten Halbjahr wurden allein im Burgenland 85.000 Geschwindigkeitsübertretungen geahndet. Dies zeige, dass man es schaffe, durch verstärkte Kontrollen die Raser herauszufiltern. Überhöhte Geschwindigkeit sei jedoch nach wie vor Unfallursache Nummer Eins.