Einbürgerungen: Rückgang im Burgenland
In vier Bundesländern wurden heuer im ersten Halbjahr mehr Personen eingebürgert als noch voriges Jahr. In Wien fielen die Zuwächse mit 200 Einbürgerungen mehr am höchsten aus - mehr dazu in Wieder mehr Einbürgerungen. Im Burgenland ist die Zahl der Einbürgerungen hingegen stark zurückgegangen - von 54 auf 36.
Die meisten Einbürgerungen erfolgten aufgrund eines Rechtsanspruches - zum Beispiel, wenn die Betroffenen länger als sechs Jahre ihren Wohnsitz in Österreich hatten. 455 Personen bekamen die Staatsbürgerschaft auf Grund der Ehe mit einer Österreicherin beziehungsweise einem Österreicher.
Vier Nationalitäten
Knapp die Hälfte der Verleihungen konzentrieren sich auf vier Nationalitäten. Die Türkei war im ersten Halbjahr 2012 mit 668 Eingebürgerten Spitzenreiter, gefolgt von Bosnien und Herzegowina, Serbien und Kroatien. Unter den zehn wichtigsten Herkunftsländern befinden sich außerdem der Kosovo, die Russische Föderation, Rumänien, Afghanistan, Ägypten und Indien.
Steindl vermutet Rückgang wegen Gesetz
Den Grund für den stetigen Rückgang bei Einbürgerungen sieht Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (ÖVP) in der Novelle zum Staatsbürgerschaftsgesetz. Seit sechs Jahren ist der Staatsbürgerschafts-Erwerb an strengere Voraussetzungen - wie den Nachweis von Deutschkenntnissen oder die Geschichte Burgenlandes - geknüpft.
Publiziert am 10.08.2012

