Rettungsgasse funktioniert im Burgenland

Seit Jahresbeginn gilt in Österreich die Rettungsgasse. Fast genau so lang wird sie auch kritisiert, weil sie angeblich nicht funktioniert. Im Burgenland sieht die Situation allerdings etwas anders aus.

So sollte sie funktionieren, die Rettungsgasse: Bei zweispurigen Fahrbahnen müssen die Lenker nach rechts oder links ausweichen und in der Mitte eine Gasse bilden. Bei mehrspurigen Straßenabschnitten müssen die Autofahrer zwischen dem ganz linken und den danebenliegenden rechten Fahrstreifen Platz machen. Dabei soll auch der Pannenstreifen benützt werden.

Polizei: Keine Probleme im Burgenland

Österreichweite Erfahrungswerte von Feuerwehr und Rettungsdiensten würden aber ein „Nichtfunktionieren“ der Gasse, die eigentlich schnelle Rettung bringen soll, zeigen. Im Burgenland stellt sich die Situation schon wegen des geringeren Verkehrsaufkommens anders dar, so die Polizei. Bisher habe es keine Probleme gegeben - mehr dazu in Erste Rettungsgasse im Burgenland.

Rotes Kreuz: Fahrer sind das Problem

Robert Csukovics vom Roten Kreuz sagt, nicht die Rettungsgasse, sondern die Fahrer, die sie illegal nutzen seien das Problem, insgesamt zieht Csukovics aber eine positive Bilanz. „Es gibt hin und wieder Probleme, aber im überwiegenden Teil funktioniert es“.

Gemischte Bilanz der Feuerwehr

Auch die Landesfeuerwehr berichtet von Positiv- und Negativbeispielen, so Landesfeuerwehrkommandant Alois Kögl. „Wir sind jetzt in der Haupturlaubszeit. Wir sind ja auch ein Transitland und jetzt hängt es auch natürlich von den Benutzern dieser Straßen ab, wie weit diese Information, die österreichweit geflossen ist, auch den internationalen Gast getroffen hat. Da müssen wir Geduld haben. Nur weil es ein Gesetz gibt, wird es nicht gleich hundertprozentig funktionieren“, so Kögl.

Grundtenor: Gute Sache

Grundtenor von Rettung und Feuerwehr: Die Rettungsgasse ist im Burgenland eine grundsätzlich gute Sache, die noch Zeit braucht, um sich in den Köpfen der Autofahrer zu manifestieren.