Prozess gegen Räuber neuerlich vertagt
Um bis zu 3.000 Euro haben die Angeklagten laut Anklageschrift ihre Landsleute erleichtert. Demnach lenkten die Täter zunächst ihre Opfer mit Hütchenspielen ab, um ihnen anschließend die Geldbörse zu entwenden. Stießen sie auf Widerstand, wandten sie Gewalt an.
Spiele auf Raststätten
Ihr übles Spiel trieben die Angeklagten nach Darstellung der Staatsanwaltschaft im Herbst des Vorjahres auf den Autobahnraststätten Nickelsdorf, Haag am Hausruck in Oberösterreich und Göttlesbrunn in Niederösterreich. Sie warteten auf rumänische Landsleute, die in Bussen auf der Heimreise waren und eine Pause einlegten.
Da die Opfer in Westeuropa gearbeitet hatten, war davon auszugehen, dass sie größere Summen Bargeld mit sich führten. Einige Opfer verzichteten sogar auf eine Anzeige, um möglichst schnell zu ihren Familien zurückkehren zu können.
Zeugen nicht erschienen
Der Prozess hat Anfang Juni begonnen und hätte am Mittwoch mit der Vernehmung zusätzlicher Zeugen fortgesetzt werden sollen. Der Prozess wurde aber neuerlich vertagt. Wichtige Zeugen, Tatopfer aus Rumänien, sind heute nicht gekommen. Sie sollen nun per Videokonferenz aussagen.
Publiziert am 08.08.2012

