Erstmals über 100.000 Beschäftigte

Das Burgenland hat erstmals die 100.000er-Marke bei den Beschäftigten überschritten, bestätigte AMS-Chefin Helene Sengstbratl. Sie besuchte am Montag ein Berufsorientierungsprojekt für Jugendliche.

Es ist paradox: Während die Zahl der Arbeitslosen im Burgenland steigt, wurde gleichzeitig erstmals die magische Grenze von 100.000 Beschäftigten im Juli übersprungen, sagt AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl - mehr dazu in Arbeitslosigkeit im Burgenland steigt.

„Das heißt, diese 100.000 haben wir definitiv überschritten. Die Administrativdaten bekommen wir am 15. August. Dann ist es ganz sicher, aber wir haben sehr valide Schätzungen“, so Sengstbratl.

Jugendarbeitslosigkeit sinkt

Erfreulich sei auch, dass die Jugendarbeitslosigkeit sinke. Einen Beitrag dazu leiste auch das Projekt „Step by Step“, wo Jugendliche, die bisher keinen Job gefunden haben, fit für die Lehre gemacht werden, sagt Sengstbratl.

Kooperationspartner ist das WIFI. Dazu Manfred Schweiger vom WIFI Oberwart: „Wir versuchen, dass wir die Jugendlichen in der Startphase vorbereiten, damit sie strukturiert ins Arbeitsleben einsteigen können. Dazu gehört auch die Zeit einhalten und der respektvolle Umgang.“

Im Vorjahr wurde „Step by Step“ erstmals als Versuch gestartet, das Ganze sei ein Erfolg geworden, sagt Dietmar Strobl, Leiter des AMS Oberwart: „Von den 20 Jugendlichen, die im Vorjahr bei uns waren, sind 12 in die Lehrwerkstätte Mechatronic eingetreten.“

33 Millionen Euro für Fördermaßnahmen

Aufgrund des Erfolgs wird dieses Berufsorientierungsprojekt nun wiederholt. 14 Jugendliche nehmen derzeit daran teil. Finanziert wird das Projekt vom AMS.

Dem AMS Burgenland stehen heuer für Qualifizierungs- und Fördermaßnahmen insgesamt 33 Millionen Euro zur Verfügung, 40 Prozent davon fließen in Qualifizierungsmaßnahmen für Jugendliche. Ein weiterer Budgetschwerpunkt betrifft die Wiedereingliederung von älteren Arbeitnehmern, da gibt es vom AMS beispielsweise Lohnkostenzuschüsse.