Beschwerdeflut wegen Reiseschutzversicherungen

Die Urlaubszeit erreicht ihren Höhepunkt und die Arbeiterkammer Burgenland meldet verstärkt Klagen über Reiseschutzversicherungen. Die Zahl der Beschwerden ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Dass Reiseschutzversicherungen oft nur unzureichend Reiseschutz bieten und sich Konsumenten oft in falscher Sicherheit wiegen, darin sieht Eva Schreiber, Konsumentenschutzexpertin der Arbeiterkammer Burgenland, die größten Probleme.

„Bei uns melden sich immer wieder Konsumenten, die ihre Reise stornieren mussten und sich sicher waren, dass ihre Reiseschutzversicherung das bezahlt. Schließlich hat sich herausgestellt, dass das nicht der Fall war. Und zwar, weil diese Versicherungen oft an bestimmte Bedingungen geknüpft sind“, erklärt Schreiber.

Vorsicht bei Kreditkarten-Versicherungen

Vor allem bei Versicherungen durch Kreditkartenunternehmen gilt es, vorsichtig zu sein, rät die Expertin. „Da sind die Leistungen wirklich an ganz bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Dass man zum Beispiel im Vorjahr mindestens 25 Buchungen gemacht haben muss. Oder dass man vor der Reise innerhalb eines bestimmten Zeitraumes mit der Karte bezahlt haben muss oder dass man etwa die Reise selbst mit der Karte bezahlt haben muss“, so Eva Schreiber.

Abzuklären ist auch, ob nur der Karteninhaber oder auch andere Mitreisende versichert sind. Generell rät die Expertin sich vor Reiseantritt genau über die Reiseschutzversicherung zu informieren.