Lehrlinge: Burgenland-Bilanz besser
Im Vorjahr sind im Burgenland 1.512 Lehrabschlussprüfungen abgelegt worden - und 1.292 wurden bestanden, davon 159 mit Auszeichnung und 313 mit gutem Erfolg. Bei 220 Lehrabschlussprüfungen hieß es „Nicht genügend“. Das ergibt eine Erfolgsquote von mehr als 85 Prozent - österreichweit liegt sie bei 82,5 Prozent.
Allerdings muss man von 1.512 Prüfungsantritten sprechen und nicht von 1.512 Lehrlingen. Manche machen nämlich eine Doppelausbildung - etwa Bäcker und Konditor - und müssen dann zu zwei Prüfungen antreten, wobei sie nicht immer beide schaffen.
Leichte Verbesserung zu 2010
Im Vergleich zu 2010 ist jedenfalls das Ergebnis aus dem Vorjahr eine leichte Verbesserung, denn 2010 haben 87,3 Prozent bei der Lehrabschlussprüfung bestanden. Negativer Ausreißer der vergangenen Jahre war 2009 - damals haben nur 82,3 Prozent die Prüfung bestanden, die meisten - nämlich 90 Prozent - waren es 2005.
Hafner und Fußpfleger
Die meisten Durchfaller im Burgenland gibt es in der Sparte Gewerbe. Bei den Fußpflegern sind es knapp 30 Prozent, auch bei den Hafnern, Fliesenlegern und Kälteanlagentechnikern ist es jeweils rund ein Drittel. Besser aufstellt sind im Burgenland die Maurer mit 17 Prozent Durchfallern und die Maler mit 20 Prozent.
Fehlende Fertigkeiten
Tatsache sei, dass fehlende Fertigkeiten beim Lesen, Schreiben und Rechnen Auswirkungen auf Schule und Lehre hätten, heißt es von der Wirtschaftskammer Burgenland.
Viele würden die Lehre als Alternative zur Schule sehen - aber auch da sei Qualität notwendig. Und dass die nicht immer vorhanden sei, zeige sich an den Ausfallszahlen bei den Lehrlingen.
Publiziert am 31.07.2012

