Nächtigungsminus macht Sorgen

Ein Nächtigungsminus von fünf Prozent im Mai und Juni sorgt im Burgenland für lange Gesichter. Die Tourismus-Verantwortlichen des Landes machen dafür vor allem die Schließung der Therme Lutzmannsburg wegen Umbauarbeiten verantwortlich.

Die Sonnentherme Lutzmannsburg Frankenau (Bezirk Oberpullendorf) ist das Zugpferd für den Tourismus im Mittelburgenland. Das zeigt ein Blick auf die aktuellen Nächtigungszahlen eindrucksvoll. Denn von Mitte April bis Anfang Juli war die Sonnentherme wegen Um- und Ausbauarbeiten geschlossen.

Minus im Mittelburgenland

In den Monaten Mai und Juni gab es bei den Nächtigungen im Mittelburgenland ein Minus von knapp 60 Prozent, in Lutzmannsburg selbst gab es im Juni sogar ein Nächtigungsminus von knapp 80 Prozent.

Die Thermenschließung sei auch der Hauptgrund für den statistisch gesehen verpatzten Sommer-Saisonauftakt im Burgenland Tourismus, ist man sich in den Büros von Tourismus-Landesrätin, Michaela Resetar (ÖVP) und Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) einig.

Halbjahresbilanz nicht so schlecht

Im ganzen Land ist für die Monate Mai und Juni ein Nächtigungsminus von fünf Prozent zu verzeichnen. Doch weil der Wintertourismus heuer so gut gelaufen ist, fällt die Halbjahresbilanz für den Burgenland Tourismus nicht ganz so schlecht aus.

Bis Ende Juni gibt es 5.500 Nächtigungen weniger, was einem Rückgang von lediglich 0,5 Prozent entspricht. Man sei aber vorsichtig optimistisch, das erklärte Ziel von drei Millionen Nächtigungen im Burgenland doch schon heuer erreichen zu können, heißt es.