„Lehre mit Matura“ als Erfolgsmodell
Beim Start im Jänner 2009 waren 90 Jugendliche im Burgenland für die Kurse in Eisenstadt, Neutal und Oberwart angemeldet. 18 davon - und zwar aus dem Eisenstadt-Kurs - sind seit wenigen Tagen frischgebackene Maturanten - mehr dazu in Erste Zeugnisse für Maturanten mit Lehre.
Hohe Anforderungen
Rund 20 werden dann ab September ihren Abschluss machen. Das heißt aber, dass rund die Hälfte in den vergangenen drei Jahren das Handtuch geschmissen hat. Für den zuständigen Landesrat Peter Rezar (SPÖ) ist allerdings ein Indiz für die Qualität der Ausbildung.
„Das ist natürlich eine Herausforderung, wenn man an vier Tagen die Berufsausbildung macht und am Freitag dann sozusagen die Schulbank drücken muss. Das beweist aber auf der anderen Seite die Qualität der Ausbildung. Es werden hohe Anforderungen gestellt. Es ist keine Schmalspur-Matura“, so Rezar.
540.000 Euro für Ausbildung
Bis jetzt hat das Land Burgenland insgesamt knapp 540.000 Euro ausgegeben - für Kosten für die Kurse und Förderungen an die Unternehmen. „Am Ende - mit dem Maturazeugnis - steht einem bildungspolitisch alles offen: Fachhochschulen, der universitäre Bereich, aber auch die innerbetrieblichen Karrieremöglichkeiten sind sehr gestärkt“, so Rezar.
130 junge Menschen sind derzeit in Ausbildung. Im September werden dann wieder rund 40 Jugendliche ihre Lehre mit Matura im Burgenland beginnen.
Publiziert am 23.07.2012

