Grenz-Güterweg: Ungarn wollen Maut kassieren
Entlang des Fahrbahnrandes befinden sich nur ein Jahr nach der Eröffnung des grenzüberschreitenden Güterweges handballgroße Schlaglöcher. Die knapp dreieinhalb Kilometer lange und vier Meter breite Straße auf ungarischer Seite ist für die bis zu 1.600 Autos, die an Spitzentagen gezählt werden, auch gar nicht gebaut.

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Schlaglöcher entlang des Fahrbahnrandes
Schranken soll errichtet werden
Mit einer Maut von umgerechnet 40 Cent pro Fahrt will man den Verkehr jetzt zum Einen ein wenig einschränken, zum Anderen soll die Maut Geld in die marode Gemeindekasse spülen.
„Ab 1. September werden wir einen Mitarbeiter aufnehmen, der dann die Kontrollen durchführt und wir werden einen Schranken kurz nach Agendorf aufstellen. Diesen Schranken dürfen dann nur jene passieren, die eine Erlaubnis dafür haben oder eine Straßengebühr bezahlen“, sagt Istvan Gaal, der Bürgermeister von Agendorf (ung. Agfalva).

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Anrainer von Maut ausgenommen
Ausgenommen von der Maut sind Bewohner aus den Grenzgemeinden Schattendorf, Loipersbach, Draßburg, Baumgarten auf österreichischer und Agendorf auf ungarischer Seite. Rechtlich sei die Straßengebühr gedeckt, weil man mit dem grenzüberschreitenden Projekt gegen keine EU-Vorschriften verstoße, heißt es dazu aus Ungarn.
SPÖ-Bezirksvorsitzender, Klubobmann Christian Illedits will die Bürgermeister der vom zunehmenden Grenzverkehr betroffenen Gemeinden an einen Tisch bringen, um eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten. Ziel müsse eine deutliche Reduktion des Verkehrs und eine Entlastung der Bevölkerung in allen Anrainergemeinden sein.
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Publiziert am 16.07.2012

