Wetterglück bei Premiere im Römersteinbruch

Gestern Abend ist im Römersteinbruch St. Margarethen Premiere gefeiert worden. Heuer wird Georges Bizets Oper „Carmen“ gegeben. Niemand hatte gestern an Wetterglück geglaubt. Am Ende aber war es ein trockener Premierenabend.

Die einzigen Funken, die am gestrigen Opernabend gesprüht haben, waren die des Feuerwerks: Carmen im Römersteinbruch St. Margarethen war vor allem brav inszeniert. Tiziana Carraro in der Titelpartie war eine Carmen ohne Leidenschaft und sie überzeugte auch stimmlich nicht.

Carmen in St.Margarethen

ORF

Zu den musikalischen Höhepunkten des Abends zählten Evelin Novak als Micaela und Dimitrios Flemotomos als Don José.

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

„Götter des Theaters“

Erleichtert ob des Wetterglücks zeigte sich Regisseur Robert Herzl. „Wie die ersten Tropfen gefallen sind, hab ich mir gedacht: Jetzt ist der Anfang vom Ende. Doch dann hat das durchgehalten. Vielleicht, weil wir so brav waren und so hart gearbeitet haben. Da haben die Götter des Theaters gesagt: Das können wir ihnen nicht antun“, so Herzl.

Carmen in St.Margarethen

ORF

Bühnenbild: „Angenehm anders“

Angenehm anders ist heuer in St. Margarethen das Bühnenbild. Manfred Waba verzichtet auf Monumentalästhetik und schafft eine stimmige Kulisse, die auch den Charme des Steinbruchs miteinbezieht - mehr dazu in „Carmen“ in neuem Gewand.

Carmen in St.Margarethen

ORF

Carmen im Römersteinbruch - das ist angenehme Unterhaltung, die durchaus noch spanisches Temperament vertragen könnte.

(Michaela Schöller, ORF-Burgenland).

Link: