Aktivpark: Noch immer kein O.K. für Ausbau

Der seit neun Jahren geplante Ausbau der Hotel- und Sportanlage Aktivpark Güssing verzögert sich weiter. 120 Millionen Euro sollen investiert werden. Die Betreiber verlieren schön langsam die Geduld.

Eigentümer der Hotel- und Sportanlage Aktivpark Güssing ist der Wiener Immobilienkonzern WSF. Die bestehende Analage ist nicht rentabel, sagt Geschäftsführer Alexander Fuchs-Robetin. Deshalb wollen die Betreiber groß ausbauen - doch sie scheitern immer wieder.

Bedenken wegen Heuschrecken

Die Planungen begannen im Jahr 2003, 2006 wurde eine erste Umweltverträglichkeitsprüfung eingeleitet. Eine seltene Heuschreckenart sorgte ebenso für eine Verzögerung wie das Jahrhunderthochwasser 2009.

Im Vorjahr waren die Planungen dann abgeschlossen. Das bestehende Drei-Sterne-Hotel soll von 30 auf 180 Zimmer aufgestockt werden. Ganz in der Nähe will man ein Fünf-Sterne-Hotel mit 150 Zimmern und ein Konferenzzentrum errichten. Weiters ist ein 118 Hektar großer Golfplatz - samt Wochenenddomizilen für betuchte Golfspieler.

Bisher keine Zustimmung der Raumplanung

Heuer wollte man mit dem Bau beginnen, doch es heißt wieder einmal: Bitte warten. Mit der Gemeinde seien sich die Investoren einig, so Geschäftsführer Fuchs-Robetin, doch die Raumplanungsbehörde des Landes habe der Umwidmung der Grundstücke noch nicht zugestimmt.

Es seien noch Details offen, sagt Peter Zinggl von der Raumplanung. So müsse etwa noch über die Bauphasengliederung gesprochen werden. Auch der Hochwasserschutz werde erst im Laufe des Sommers realisiert. Frühestens im Oktober kann sich der Raumplanungsbeirat wieder mit dem Projekt auseinandersetzen.

Geduldsfaden reißt bald

Neun Jahre nach Planungsbeginn üben sich die Betreiber noch in Geduld. Fuchs-Robetin stellt aber klar: Könne man nicht bald mit dem Bau beginnen, werde das Projekt aufgegeben und der bestehende Aktivpark, ein Verlustbringer, zugesperrt.