Gesundheitsreform findet Zuspruch
Als eines der Hauptprobleme des österreichischen Gesundheitswesens gilt die geteilte Finanzverantwortung. Die Kassen schauen, die Patienten möglichst in die Spitäler zu schicken, die Länder bevorzugen dagegen eine Betreuung im niedergelassenen Bereich - jeweils um Kosten im eigenen Bereich zu sparen. Das soll sich nun ändern.
Gemeinsame finanzielle Verantwortung
Spitäler und niedergelassene Praxen werden künftig gemeinsam finanziell gesteuert, sagt Gesundheitslandesrat Peter Rezar (SPÖ). „Generell kann man sich es so vorstellen, dass die Länder gemeinsam mit den Sozialversicherungsträgern die Versorgung für die Patienten organisieren und dabei auch eine gemeinsame Finanzverantwortung übernehmen“, sagt Rezar.
Debatte
- (Gesundheitsreform: Was kommt auf Patienten zu?)
Langfristig werde so die Finanzierung des Gesundheitswesen gesichert - ohne Qualitätsverlust, so Rezar. Das Burgenland habe diesbezüglich schon Vorarbeit geleistet.
Entlastung für Spitalsambulanzen
Ein weiteres Ziel für die Zukunft ist es, den Hausarzt zur Schnittstelle zwischen den einzelnen Gesundheitsinstitutionen zu machen, um so die Spitalsambulanzen zu entlasten. Denn ein Besuch in einer Ambulanz koste wesentlich mehr als ein Besuch beim Hausarzt - und da brauche es auch Überzeugungsarbeit bei den Patienten, so Rezar. Denn nicht selten würden die Ambulanzen aus Bequemlichkeit vorgezogen - etwa wegen der Öffnungszeiten. Und das sei nicht notwendig.
Publiziert am 19.06.2012

