Trickdieben auf der Spur
Von Oktober 2011 bis Anfang März seien entlang der Autobahnen A1 und A4 sowie auf der S1 mehr als 30 Fälle angezeigt worden. „Wöchentlich waren es mehrere Fälle“, so ein Ermittler. Im März habe man zumindest drei Mitglieder dieser Bande festnehmen und ihnen acht Fälle nachweisen können, so die Sicherheitsdirektion Burgenland. Der angerichtete Schaden betrug dabei rund 30.000 Euro.
Reifenpannen vorgetäuscht
Seither habe man in Österreich offenbar Ruhe. Die Täter sind immer relativ gleich vorgegangen und haben Alleinreisenden oder ältere Personen vorgetäuscht, eine Reifenpanne zu haben oder deren Reifen aufgestochen und Hilfe angeboten. Dabei wurde den Opfern ihr Geld gestohlen.
Oft seien die Leute auf der Fahrt in ihr Heimatland gewesen und nach dem Zwischenfall dann ihre Ersparnisse von einem halben Jahr Arbeit in Österreich los gewesen, hieß es von der Polizei.
Eigene Soko in Ungarn
Die Bande war auch in Ungarn aktiv, deshalb wurde dort eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet. Alle drei im Burgenland festgenommenen Männer befinden sich in der Justizanstalt Eisenstadt in Untersuchungshaft. Sie sind laut Exekutive in zahlreichen anderen mitteleuropäischen Ländern einschlägig vorbestraft.
Publiziert am 18.06.2012

